Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Vom „kleinen“ zum „großen“ MTV

Handball Vom „kleinen“ zum „großen“ MTV

Sie gehört zum Kader des Frauen-Oberligisten MTV Großenheidorn und lebt für ihren Sport: Lea Wiebe spielte sich im vergangenen Jahr als A-Juniorin in die Stammformation des MTV.

Voriger Artikel
SC will beim „Vize“ punkten
Nächster Artikel
Für alle, denen der Amateur-Fußball am Herzen liegt

Bitte lächeln: Die Handballerin Lea Wiebe liebt ihren Sport, wollte schon immer höherklassig spielen und ist in der Oberliga angekommen.

Quelle: hga

Von Heinz-Gerd Arning

Handball. Zwölf Jahre spielte Wiebe beim MTV Auhagen. Es begann bei den Minis und endete bei Coach Wolfgang Eichner in der A-Juniorinnen Landesliga. „Ich habe mich in Auhagen wohlgefühlt, wollte aber immer schon höher spielen“, blickte Wiebe zurück. Das Talent blieb nicht unbemerkt, schon als B-Juniorin erhielt sie ein Angebot vom SV Aue Liebenau, der damals mit seinen A-Juniorinnen in der Oberliga spielte.

 Eigentlich wollte sie das machen, aber die Schule und das Alter standen dazwischen. Wiebe besucht die IGS Schaumburg in Stadthagen, als B-Juniorin ohne Führerschein wäre sie auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen gewesen. Sie blieb zunächst in Auhagen, wo der Versuch mit den A-Juniorinnen in die Oberliga aufzusteigen scheiterte.

 Mit Freundin Saskia Hassink wechselte sie in die Seeprovinz. Sie folgten der Einladung zum Probetraining, der MTV spielte in der Saison 2011/12 Oberliga. „Wir wussten nicht, dass die absteigen“, lacht sie, aber das wusste der MTV zu dem Zeitpunkt auch noch nicht. Erst am Ende der Saison stellte sich heraus, dass der Klassenerhalt sportlich gelang, aber durch Rückzüge aus höheren Ligen der Abstieg in die Landesliga nicht zu vermeiden war – die gleitende Skala schlug zu.

 Es passte in Großenheidorn, auch wenn aus Oberliga die Landesliga wurde. Immerhin war Wiebe zu dem Zeitpunkt erst zu Beginn des zweiten A-Juniorenjahrgangs angekommen. Trotzdem spielten sie und Hassink als A-Juniorinnen in der Saison 2012/13 in der Frauen-Landesliga. Wiebe fand sich schnell zurecht, sammelte viel Selbstbewusstsein, tauchte immer häufiger durch ihre Leistungen in den Spielberichten auf. „Ich war eine Zeit lang in der Niedersachsenauswahl, das Talent war mir bewusst, aber nicht, dass es so gut läuft“, meinte Wiebe. Das Vertrauen von Trainer Lothar Wegener, die Nähe der Freundin und das gute Gefühl in der Mannschaft waren dabei ein wichtiger Rückhalt. „Dadurch ist mir der Sprung supergut gelungen“, sagte Wiebe, die im linken Rückraum spielt.

 Öffentliche Verkehrsmittel braucht sie inzwischen nicht mehr, es geht mit dem eigenen Auto zum Training und zur Schule. Das jetzt anstehende Abitur stellt keine große Hürde in den sportlichen Weg. „Ich mag das ziemlich gerne, wenn man einen straffen Zeitplan hat. Dadurch bin ich mehr auf das fokussiert, was ich wirklich will“, sagte Wiebe. Sogar für einen Sommerjob blieb noch Zeit, momentan sucht Wiebe noch eine Wochenend-Beschäftigung für den Winter.

 Die Familie steht hinter ihr, kennt sich im Handball bestens aus. Vater Derk Wiebe war als Spieler und Trainer selbst aktiv. Für ihre drei jüngeren Geschwister war sie immer irgendwo Vorbild. „Mir ist Schule immer wichtig gewesen, aber Handball halt noch wichtiger“, räumt Wiebe ihre Prioritäten ein. Da die Schule immer gut lief, blieb die nötige Zeit für den Handball. Irgendwie hat die Vorbildrolle durchgeschlagen, Bruder Fynn wechselte zunächst zu den C-Junioren des MTV, dann als B-Junior zum TSV Anderten. „Der macht eine steilere Karriere als ich“, lachte sie.

 Bei Arbeit und Schule gibt es schon mal das Verlangen nach Pausen, aber: „Beim Handball nicht“. Entspannt wird schon, so wie in den Ferien, da lebt sie manchmal einfach in den Tag hinein. „Aber ich mag es gerne, wenn es wieder losgeht und ich so eine Routine habe“, erklärte sie. Der Vater schaut bei den Spielen zu. „Er redet dann später mit mir“, meinte Wiebe.

 Nach dem Abitur muss sich Wiebe entscheiden, Kunst- oder Sportwissenschaften stehen in der näheren Auswahl für die persönliche Zukunft. Was sie wo machen kann, weiß sie schon. Es besteht aber auch die Möglichkeit, zunächst ein Jahr zu arbeiten, um Geld zu verdienen, dass eine freiere Wahl beim Studienort zulässt. Wie wird die Saison enden? „Hoffentlich in der Oberliga und das alle gesund bleiben“, sagte Wiebe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Hier geht es zu den Kandidaten und zur Abstimmung... mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie tolle Tagestipppreise. Auf den Gesamtsieger der Saison 2017/18 wartet ein attraktiver Hauptgewinn. mehr