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„Wenn es dunkel wird, dann wird es eben dunkel!“

Handball / Oberliga „Wenn es dunkel wird, dann wird es eben dunkel!“

Er kam und überzeugte: Torhüter Timo Wilke wechselte vor Beginn der laufenden Oberliga-Saison vom TSV Anderten zum Aufsteiger HSG Schaumburg Nord und bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen mit hervorragenden Leistungen.

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Torwart Timo Wilke wird immer mehr zu einem großen Rückhalt für die HSG Schaumburg Nord.

Quelle: hga

Von Heinz-Gerd Arning. Das war so nicht unbedingt zu erwarten, für einen 19-Jährigen passte sich Wilke der Oberliga schnell an. Allerdings brachte er auch die besten Voraussetzungen mit: Bei den A-Junioren spielte der Youngster zunächst in der Regionalliga, dann in der Bundesliga. In der vergangenen Saison spielte der Torhüter beim TSV Anderten II in der Landesliga, trainierte aber bei Hannover Handball in der 3. Liga mit. Anforderungen und Erwartungen waren nichts Ungewohntes für Wilke, bislang meisterte er beides.

 „Ich wusste aus meiner Zeit in Anderten, dass ich dazu durchaus in der Lage bin“, sagt Wilke. Oberliga sei seit der A-Jugend immer sein Ziel gewesen, mit Schaumburg habe sich das gut ergeben. Als Torwart wolle man viel spielen, dafür tue man im Training alles. „Man geht ja nicht in die Saison und sagt, Nummer zwei ist okay für mich. Das Ziel war schon immer beim Spiel anzufangen“, erklärt Wilke. Dabei verkörpert Wilke nicht den Typ Torhüter, der allein durch schiere körperliche Präsenz den Gegner verunsichert.

 Seine Laufbahn begann bei den D-Junioren mit Mutter Ulrike Wilke als Trainerin. Bei einem Spiel ging er nach der Halbzeit ins Tor und offenbarte Talent. „Ich habe einfach das gemacht, was man so an Bewegungen aus dem Fernsehen kennt, das hat ganz gut funktioniert“, erinnert sich Wilke an die Anfänge. Nach dem Spiel wurde er aufgefordert, weiter zu machen. „So kommt man dazu“, meint der Keeper.

 Da er zwischendurch auch immer mal beim Fußball im Tor stand, entwickelten sich seine Fähigkeiten kontinuierlich fast nebenbei. Wilke stellt einen sehr beweglichen Typus dar, er entwickelte seinen eigenen Torwartstil, der den Gegner schon überrascht. „Viele sagen, ein bisschen wie Heinevetter“, so Wilke. Silvio Heinevetter, Torwart beim Erstligisten Füchse Berlin und Nationaltorwart, stellt tatsächlich sein Vorbild dar. „Ich finde es geil, wie der hält“, schwärmt Wilke.

 Die Gefahr, bei Abwehraktionen am Kopf getroffen zu werden, blendet Wilke im Spiel aus. Im Training würde er den Kopf schon mal wegziehen, im Spiel denke er darüber gar nicht nach, dazu gäbe es keine Zeit. Wenn es dunkel wird, wird es eben dunkel: „Aber dann ist der Ball nicht drin.“ Seine Vorderleute zu lenken und anzutreiben, stellt noch eine neue Aufgabe dar.

 „Im Spiel sagt man schon mal deutliche Worte“, meint Wilke. Er stehe aber nicht im Tor und schreie sich die Seele aus dem Leib. „Ich spreche sie an, wenn sie vom nächsten Angriff zurückkommen, und ich mich selbst beruhigt habe“, sagt Wilke. Dabei macht es für ihn schon einen Unterschied, ob zwei ältere Spieler vor ihm stehen oder andere Youngster aus der Mannschaft.

 Dann steht da meist noch ein besonderer Zuschauer auf der Tribüne. Vater Peter Wilke spielte in der Oberliga beim MTV Großenheidorn, trainierte dort die Landesliga-Reserve und arbeitete auch bei anderen Vereinen als Coach. Ganz klar, er schaue schon, ob sein Vater da sei. „Es ist aber ratsam, die Tipps während des Spiels nicht zu befolgen, weil, die stimmen meistens nicht“, meint Wilke junior lachend. Das gestehe sich sein Vater auch selbst ein, bisher habe er auch nicht so viel zu meckern gehabt.

 Heute geht es zum Lehrter SV, dort wird Wilke einige ehemalige Weggefährten aus der Zeit in Anderten wiedersehen. Den heutigen Gegner sah er schon als Kind und Jugendlicher. „Das ist fast so etwas wie ein Heimspiel für mich“, meint Wilke. Das ändert freilich nichts daran, dass er seine volle Leistung abrufen wird.

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