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Leichtathletik / Abschied Zeit ist gekommen

Sie hat fertig: Kristen Münchow packte ihren Hammer endgültig ein. Die Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 in Sydney beendete ihre aktive Laufbahn bei einem Wettbewerb im Rasenkraftsport des VfR Evesen endgültig.

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Einpacken: Kirsten Münchow packt den Hammer in die Tasche, will dem Sport aber als Trainerin erhalten bleiben.

Quelle: hga

Von Heinz-Gerd Arning. „Es braucht halt alles so seine Zeit. Wenn man Vollzeit arbeitet, der Sohn Fußball spielt und Leichtathletik betreibt und ich dann auch noch meine Wünsche habe, das passt dann irgendwann nicht mehr“, erläuterte Münchow den Hintergrund des Abschieds. Irgendwo müsse man etwas streichen, sie denke jetzt sei die Zeit gekommen, mal ihres zu streichen und andere Prioritäten zu setzen, so Münchow.

 28 Jahre Leistungssport, teils auf höchstem Niveau, liegen hinter der Physiotherapeutin. Mit neun Jahren begann die sportliche Laufbahn im Rasenkraftsport mit Stein stoßen, Gewicht werfen und Hammerwerfen. Jetzt, am tatsächlichen aktiven Ende, bleibt vor allem erst einmal das Resümee, gesund aus der Sache heraus zu gehen. „Ich hatte nie eine Verletzung, was man üblicherweise als Leistungssportler so hat“, blickte Münchow zurück.

 Verschleißerscheinungen wie beginnende Arthrose seien ja völlig normal. „Es zwickt momentan nichts“, meinte Münchow. Sie machte das Hammerwerfen der Frauen mit anderen populär, war bei den ersten Deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin dabei. Schnell wurde klar, dass es schon viel Selbstvertrauen braucht, um in eine Männerdomäne vorzudringen. Am Anfang seien sie nur belächelt worden, auch von vor allem von den männlichen Hammerwerfern. „Ich habe mich immer durchgesetzt“, sagte Münchow.

 Ob sie da heute alles noch einmal genauso machen würde? Die Antwort kommt sofort, ohne lange nachzudenken: „Ich würde das alles noch einmal so machen, vielleicht einiges ein wenig anders, auch konsequenter. Aber grundsätzlich würde ich diese Sportart immer wieder machen“, unterstreicht Münchow

 Das schlimmste Erlebnis ihrer Laufbahn führt sie zurück ins Jahr 2001 nach Edmonton in Kanada, die Weltmeisterschaft stand bevor. „Ich bin da mit einer Bronchitis hingefahren und konnte meine Leistung einfach nicht abrufen“, erinnerte sich Münchow. Im Training hatte sie bereits gezeigt, 70 Meter werfen zu können. Dann folgte der Einbruch aufgrund der Erkrankung. „Wenn man dann drei Wochen richtig aus der Bahn geworfen wird und nicht richtig trainieren kann, das war bitter, richtig bitter“, schilderte sie die damaligen Ereignisse.

 Denn Münchow hatte sich vorbereitet, gut vorbereitet. Acht Stunden Training, Arbeit mit Physiotherapeuten und im Kraftraum, um die nötigen Voraussetzungen für den großen Erfolg zu schaffen. Zuzusehen das andere sich in Kanada richtig für den Wettkampf zwei Wochen lang einwarfen war schlimm. Sie selbst habe versucht, morgens Frühstück hinein zu bekommen. „Nach fünf, sechs Würfen war meine Puste weg und wir sind wieder zurückgefahren, das war bitter“, erklärte Münchow.

 So ganz weg wird der Sport nicht sein. Sie wolle mit Beginn der nächsten Vorbereitungszeit ihr Traineramt beim Rasenkraftsport wieder aufnehmen. Immerhin habe sie ja auch schon zwei Jahre das Bundestraineramt im Rasenkraftsport inne gehabt. „Es braucht halt alles seine Zeit“, unterstrich Münchow noch einmal den Entschluss, der aktiven Laufbahn endgültig zu entsagen.

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