Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Hauptsache, er darf schwimmen

Sportlerwahl Hauptsache, er darf schwimmen

Der junge Mann fühlt sich im Wasser pudelwohl: Tom Reuther schwimmt auf einer Erfolgswelle von Titel zu Titel. Was der 15-Jährige leistet, ist an der langen Erfolgsliste aus dem Jahr 2014 abzulesen.

Voriger Artikel
Absolute Fitness und Körperbeherrschung
Nächster Artikel
Mit dem Luftgewehr zum Titel

Tom Reuther ist ein eifriger Medaillensammler und fühlt sich im Element Wasser pudelwohl.

Quelle: uk

Sportlerwahl. Unten angefangen, stößt man auf sechs Titel als Kreismeister und elf offene Kreisrekorde. Aber es geht natürlich noch weiter, denn Tom ist auch auf höheren Ebenen sehr erfolgreich. „Toms Erfolge in 2014 sind vielfältig, da beim Schwimmen jede Strecke nach Altersklassen beziehungsweise in offener Wertung stattfindet“, erklärt Mutter Elke Reuther.

 Bei den Bezirksmeisterschaften heimste der Stadthäger 13 Jahrgangs- und drei offene Titel ein. Die Niedersachsenmeisterschaften brachten dem Schüler weitere 14 Jahrgangstitel, auf norddeutscher Ebene wurde Tom zweimal Jahrgangsmeister. Dazu purzelten elf niedersächsische Altersklassenrekorde. Als Krönung gab es neben weiteren Medaillen den Titel über die 1500 Meter Freistil zu bejubeln.

 Aber Tom Reuther fühlt sich auch auf noch längeren Strecken wohl und erreichte bei der deutschen Freiwassermeisterschaft über 5000 Meter den dritten Platz. Beim 24-Stunden-Schwimmen in Obernkirchen gewann der 15-Jährige die Nachtwertung – mit sagenhaften zwölf geschwommenen Kilometern.

 Diese eindrucksvolle Bilanz erreicht man auch als großes Talent nicht nebenbei. Deshalb besucht der Nachwuchsschwimmer seit der 7. Klasse das Humboldt-Gymnasium in Hannover, das mit dem Leistungszentrum und dem Olympiastützpunkt kooperiert. Er besucht das dortige Lotto-Internat und hat bei acht- bis neunmaligem Training pro Woche beste Voraussetzungen, Schule und Sport zu vereinbaren. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt: „Ich habe in der Klasse und in meiner Trainingsgruppe viele Freunde gefunden, mit denen ich auch privat gerne was unternehme“, sagt Tom. Ansonsten bleibt nicht viel Freizeit, die der Schüler mit Lesen oder PC-Spielen verbringt.

 Trotz aller Erfolge gibt es weitere Ziele für den Schwimmer. „Tom möchte in den C-Bundeskader aufgenommen werden. Die Pflichtzeiten hat er bereits erfüllt, aber die Athleten werden von einem Gremium berufen“, erklärt Elke Reuther. Ein weiteres Ziel sei die Nominierung für die europäische Jugendolympiade in Georgien, wo nur acht männliche Schwimmer der Jahrgänge 1999 bis 2001 pro Team erlaubt sind, so Toms Mutter. Sollte das nicht klappen, will sich der Stadthäger auf die Freiwasser DM in Lindau konzentrieren. „Dort könnte er sich für die Jugend-EM qualifizieren“, hofft Elke Reuther. Ob deutsche Meisterschaften, Bergbad-Pokal oder Staatsbad-Pokal in Bad Nenndorf: Tom Reuther fühlt sich überall wohl: Hauptsache, er darf schwimmen. uk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben