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Hannover 96 3:3 - Zwei Eigentore verhelfen 96 zum Unentschieden
Sportbuzzer Hannover 96 3:3 - Zwei Eigentore verhelfen 96 zum Unentschieden
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21:37 18.09.2016
Von Christian Purbs
Irgendwie ist der Ball drin: 96 trifft zum zwischenzeitlichen 1:2. Quelle: Team zur Nieden
Hannover

 Der wertvollste Spieler für Hannover 96 war gestern ein Bielefelder. Sebastian Schuppan, linker Verteidiger bei der Arminia, machte das, was eigentlich die Aufgabe der 96-Offensive ist: Er traf zweimal für die „Roten“ ins Tor. Die beiden Eigentore von Schuppan nahm 96 mit Kusshand, denn an Tagen, an denen aber auch gar nichts klappt, darf man nicht wählerisch sein. So richtig freuen konnte sich bei den „Roten“ jedoch niemand über das 3:3 gegen die kampfstarken Bielefelder. Dafür spielte der Meisterschaftsfavorit der 2. Fußball-Bundesliga, der auf der „Alm“ viel von seinem Glanz verloren hat, viel zu schlecht.

Immerhin gab es nach dem Abpfiff deutliche Worte der Selbstkritik von den 96-Spielern. „Die erste Halbzeit war eine Frechheit“, sagte Stürmer Artur Sobiech. Und auch Stefan Strandberg war mit der Mannschaftsleitung bei seinem Debüt absolut nicht zufrieden. „Wir müssen die Hände hochnehmen und uns für die Leistung entschuldigen“, sagte der Norweger.

Hätte es zur Pause 4:1 oder gar 5:1 für die Gastgeber gestanden, 96 hätte sich nicht beschweren dürfen. Die „Roten“ waren der Arminia in allen Belangen unterlegen und halfen auch bei den Gegentoren kräftig mit. Dem 1:0 für Bielefeld durch einen verwandelten Strafstoß von Fabian Klos ging ein Foul von Strandberg an Christoph Hemlein voraus (26. Minute). Auch beim zweiten Treffer von Klos zum 2:0 sah der Innenverteidiger, der für den gesperrten Salif Sané ins Team kam, nicht gut aus (31.).

Hinten wackelte es wieder einmal bedenklich, neu war nur die erschreckende Harmlosigkeit der 96-Offensive. Bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es keine Torchance für die „Roten“. Nur gut, dass 96 Schuppan hatte. Der Bielefelder fälschte den Ball nach einer Ecke und einem Schuss von Strandberg zum Anschlusstreffer für 96 ins eigene Tor ab.

„Wie wir heute über 90 Minuten versucht haben, uns Torchancen zu erspielen, das ist nicht das, was wir können. Immerhin hatten wir bei den Standards das nötige Glück, um ins Spiel zurückzukommen“, sagte Stendel. Und so brauchte 96 wieder einen Eckball, um durch den eingewechselten Kenan Karaman zum 2:2 auszugleichen (69.). Doch ausgerechnet Torwart Philipp Tschauner, der bis dahin beste 96er, brachte mit seinem Patzer nach einem Freistoß von Brian Behrendt aus 32 Metern sein Team wieder ins Hintertreffen (79.). Aber da war ja noch Unglücksrabe Schuppan.

In der Nachspielzeit lenkte der Bielefelder Verteidiger einen Schuss von Iver Fossum, der als rechter Verteidiger in der 96-Defensive eine neue Dimension für den Begriff Sicherheitsrisiko einführte, ins eigene Tor. „Wenn man dreimal zurückliegt und dann noch ein 3:3 schafft, dann ist das für die Moral wichtig. Weil es zeigt, dass selbst dann, wenn nicht alles so läuft, wie man sich das vorgestellt hat, trotzdem noch etwas möglich ist“, versuchte Stendel, irgendetwas Positives aus diesem Spiel zu ziehen. Dass es so nicht weitergehen kann und am Mittwoch gegen den Karlsruher SC endlich wieder ein souveräner Sieg her muss, ist dem Trainer klar. „Wir schauen nach vorne, müssen aber auch noch ein paar Wörter über die erste Halbzeit verlieren. Ich möchte auch von der Mannschaft wissen, wie so etwas zustande kommen kann.“        

 

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