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Hannover 96 "Ich spüre absolutes Vertrauen"
Sportbuzzer Hannover 96 "Ich spüre absolutes Vertrauen"
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00:18 25.09.2015
Von Jörg Grußendorf
Hat keine Angst um seinen Job: 96-Trainer Michael Frontzeck. Quelle: dpa
Hannover

Sie Situation hat sich zugespitzt. Sie ist schon nach nur fünf Spieltagen sehr bedenklich für Hannover 96. Der Abstiegskampf hat schon in dieser ganz frühen Saisonphase Einzug gehalten bei den „Roten“. Selbst wenn die Partie gegen den VfB Stuttgart (Anpfiff am Mittwoch um 20 Uhr) noch keine entscheidende ist und längst kein Entscheidungsspiel: Es gibt es keine Ausrede; Mittwochabend gilt es. Das verdeutlicht schon ein kurzer Blick auf die Tabelle. Der Drittletzte erwartet das Schlusslicht – oder noch gravierender: Ein Punkt trifft auf null Punkte. Der Verlierer droht den Anschluss zu verlieren.

Wie angespannt die Lage in Hannover ist, verdeutlichte der Verlauf der üblichen Pressekonferenz vor einem Bundesligaspiel. Es wurden einige Fragen zum nächsten Gegner gestellt, aber nicht viel weniger, die sich um die Zukunft des Trainers drehten. 96-Coach Michael Frontzeck strahlte dabei bei allem Bemühen nicht mehr die Ruhe und Selbstsicherheit aus, die dem Team im Abstiegskampf der vergangenen Saison so gutgetan haben. Der 51-Jährige wirkte angefressen, die eine oder andere Antwort fiel schon ein wenig sarkastisch aus.

Vier Niederlagen in Folge, die massive Kritik an dem schwachen Auftreten der Mannschaft in dem Großteil der Partien sind auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Ob er denn noch das Vertrauen des Clubs spüre, wurde der Coch gefragt. „Ja, ich spüre absolutes Vertrauen“, sagte Frontzeck. Kurz und knapp. 96-Clubchef Martin Kind erklärte zwar auch Dienstag gegenüber der HAZ, dass es „keinen Druck für den Trainer gibt“, sagte aber auch schon mehrfach: „Fußball ist ein Ergebnissport“. Eine Formulierung des 71-Jährigen, bei der jeder 96-Trainer zumindest ins Grübeln kommen sollte.

Frontzeck hat dennoch keine Angst um seinen Job. „Ich bin 35 Jahre im Profigeschäft dabei. Ich weiß, dass Fußball ein Ergebnissport ist.“ Ein Rücktritt kommt für ihn nicht infrage. „Ihr wärt die ersten, die es erfahren würden“, sagte Frontzeck gestern mit süffisantem Lächeln zu den anwesenden Journalisten: „Aber es sieht noch nicht danach aus.“

„Ich bin positiver Dinge“

Frontzeck ist allerdings auch lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass ihn eine erneute Niederlage arg in die Bredouille bringen würde. Auch wenn er sagt: „Wo sind wir denn, wenn am fünften Spieltag der Abstiegskampf ausgerufen wird? Das muss ich nicht kommentieren“, ist ihm klar, dass die Mechanismen dieser Branche ganz schnell greifen.

Nach außen hin will er sich damit aber nicht befassen. Er gab sich viel mehr optimistisch – und strahlte dabei wieder eine Gelassenheit aus, die schon eher an sein Auftreten als Retter vor ein paar Monaten erinnerte. „Ich bin positiver Dinge, dass wir den Bock umstoßen können“, sagte Frontzeck. Ein Sieg gegen den VfB würde vieles einfacher machen.

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