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Hannover 96 Damit soll endlich Schluss sein
Sportbuzzer Hannover 96 Damit soll endlich Schluss sein
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20:11 11.12.2014
Von Björn Franz
Schlechte Erinnerung: Beim letzten Gastspiel in Bremen musste 96-Keeper Ron-Robert Zieler (3. v. r.) kurz vor Schluss den Treffer zum 2:3 hinnehmen. Quelle: dpa
Hannover

Statistiken? Nein, damit kann Tayfun Korkut nicht viel anfangen. Und eine Begründung dafür hat der Trainer von Hannover 96 auch gleich parat: Das habe man, so Korkut, zuletzt bei Dieter Hecking gesehen. Der hatte seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gegen die „Roten“, seinen ehemaligen Arbeitgeber, gewonnen - doch am vergangenen Sonnabend feierte er mit dem VfL Wolfsburg einen 3:1-Sieg in der HDI-Arena. „Statistiken bringen nichts“, fasst Korkut seine Schlussfolgerung zusammen. Oder anders formuliert: Auch die Tatsache, dass 96 in der Fußball-Bundesliga eine katastrophale Bilanz hat, wenn es um Spiele bei Werder Bremen geht, habe keinerlei Aussagekraft für das Duell an der Weser (Sonnabend, Anpfiff um 15.30 Uhr).

Man kann das tatsächlich nur hoffen. Denn der Blick zurück ist für hannoversche Fußballfans in dieser Hinsicht schon fast schmerzhaft. Lediglich eines von insgesamt 26 Bundesliga-Gastspielen in Bremen konnte 96 gewinnen. Und dieses einsame Erfolgserlebnis liegt inzwischen auch schon fast zwölf Jahre zurück: Damals - im März 2003 - schoss Fredi Bobic die „Roten“ mit seinem „Doppelpack“ nahezu im Alleingang zum 2:1-Sieg. Doch seitdem gab es kaum etwas zu holen. Von den vergangenen zehn Partien bei Werder verlor 96 acht, kassierte dabei nicht weniger als 30 Gegentore - und kam gerade einmal auf magere zwei Unentschieden.

96-Kurzmeldungen

Jahresauftakt
Trainer Tayfun Korkut schickt seine Profis unmittelbar nach dem letzten Hinrundenspiel am 21. Dezember beim SC Freiburg in den Weihnachtsurlaub. Das erste Training steht dann erst wieder am 5. Januar um 10 Uhr für die „Roten“ an, die sechs Tage später ins Trainingslager nach Belek fliegen. In der Türkei wird die Mannschaft bis zum Rückflug am 20. Januar voraussichtlich drei bis vier Testspiele gegen internationale Gegner absolvieren.

Abschlusstraining
Die Einheit am Freitag um 14.30 Uhr auf der Mehrkampfanlage ist öffentlich. Direkt im Anschluss reist das Team nach Bremen.

Doch Statistiken - da sollte man sich als Hannoveraner an Korkut halten - bringen ja nichts. Wobei der 96-Trainer in einer Hinsicht eine Ausnahme macht. „Die einzige Statistik, die mich interessiert“, sagt Korkut, „ist die, nach der wir zuletzt dreimal in Folge verloren haben - und zwar absolut unnötig.“ Nicht nur aus Sätzen wie diesen wird deutlich, wie sehr den 40-Jährigen die jüngsten Niederlagen noch immer nerven. Es werde Zeit, sagt er, dass sich die Mannschaft wieder für ihren Aufwand belohne. Und das gegen einen Gegner, der noch mehr als sein eigenes Team mit dem Rücken zur Wand steht. „Bremen hat noch sechs Punkte weniger als wir, für die geht es erst einmal darum, wieder den Anschluss herzustellen“, sagt Korkut. „Wir haben sicherlich weniger Druck als die.“

Wobei der Coach der „Roten“ durchaus einen gewissen Druck verspürt. Eine Krise? Nein, die gäbe es trotz der drei Niederlagen am Stück mit insgesamt zehn Niederlagen nicht. „Vielleicht eine Ergebniskrise“, schränkt Korkut ein. Aber für seine Mannschaft sei das kein Problem. Sie könne mit Druck umgehen - dürfe sich allerdings nicht von Woche zu Woche selber weiter unter Druck setzen. „Es ist also am Sonnabend ein guter Zeitpunkt, um unseren derzeitigen Trend zu stoppen“, sagt der Deutschtürke.

Und vielleicht helfen bei diesem Unterfangen ja doch zwei kleine Randnotizen aus dem riesigen Fundus der Fußballstatistiken. Erstens: 96-Innenverteidiger Christian Schulz hat schon drei Tore gegen seinen früheren Klub geschossen - so viele wie gegen keinen anderen Bundesligisten. Und zweitens: Korkut hat noch nie als Trainer in Bremen verloren. Dass er noch nie im Weserstadion auf der Bank saß, muss man bei diesem kleinen Mutmacher ja nicht unbedingt erwähnen.

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