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Hannover 96 Eintracht will die Pleite vorm Derby schnell abhaken
Sportbuzzer Hannover 96 Eintracht will die Pleite vorm Derby schnell abhaken
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22:20 31.10.2016
Von Jörg Grußendorf
Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht: "Die Mannschaft muss Flagge zeigen" Quelle: dpa
Hannover

Was vorher so abgeklärt gewirkt hatte, sah plötzlich hilf- und planlos aus, einer Spitzenmannschaft unwürdig. Und das im letzten Spiel vor dem großen Derby. Also ausgerechnet vor der brisanten Partie gegen Hannover 96 (Sonntag, 13.30 Uhr).
Unruhe will man deshalb in Braunschweig gar nicht erst aufkommen lassen. „Wir müssen diese Erfahrung mitnehmen, daraus lernen und die Niederlage schnell aus den Kleidern schütteln“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Und mit Blick auf das Derby erklärte er kämpferisch: „Ich erwarte jetzt von der Mannschaft, dass sie Flagge zeigt.“ Aber geht das so einfach? Schließlich hat seine Mannschaft 2:0 geführt, bevor Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke, der bis dahin wie im fast gesamten bisherigen Saisonverlauf nicht viel zustande gebracht hatte, in nur zwölf Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. Und Eintracht war regelrecht zusammengebrochen.

Geht es nach den Braunschweiger Spielern, dann war dieses 2:3 nur ein kleiner Ausrutscher. Nicht mehr. Marcel Correia etwa gibt sich ähnlich kämpferisch wie sein Trainer. „An der Einstellung oder dem Charakter lag es nicht“, sagte der Eintracht-Kapitän. „Wir haben definitiv keine Anzeichen von Selbstsicherheit oder gar Arroganz ausgestrahlt.“

Man müsse die Niederlage analysieren und abhaken, sagte Correia weiter. Und sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Denn die ist eine ganz außerordentliche, das Derby eben. Und für dieses Spiel hat Correia ganz klar erklärt, in welche Richtung es da gehen soll: „Nächsten Sonntag wollen wir die Fans glücklich machen“, sagte der Kapitän.

Vor dem Duell gegen den Erzrivalen Eintracht Braunschweig steigen Stimmung und Vorfreude bei den Spielern und Fans von Hannover 96. Doch vor dem Niedersachsen-Derby wartet noch eine Menge Arbeit auf Trainer Daniel Stendel und die "Roten". Das hat das Spiel gegen die Würzburger Kickers gezeigt.

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