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Hannover 96 Wieder ein Stindl-Tor – aber der „Fluch“ bleibt
Sportbuzzer Hannover 96 Wieder ein Stindl-Tor – aber der „Fluch“ bleibt
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12:15 18.12.2014
Von Björn Franz
Hannovers Kapitän Lars Stindl ist bei den anderen Fußball-Clubs begehrt. Quelle: dpa
Hannover

Das 3:3 bei Werder Bremen war im vierten Spiel in der Startformation der erste Punktgewinn für die „Roten“ seit dem Comeback des Kapitäns. Dass der 26-Jährige dabei erneut einer der überragenden Akteure auf dem Platz war, gibt dieser Statistik eine geradezu groteske Wirkung.

Denn auf die Idee, dass ausgerechnet Stindl der Auslöser für die jüngste „Ergebniskrise“ der Hannoveraner sein könnte, wie Trainer Tayfun Korkut die inzwischen vierwöchige sieglose Zeit unlängst bezeichnete, kommt man beim Blick auf den Rasen nicht wirklich. Der Kapitän war auch in Bremen an nahezu jeder gefährlichen Situation seiner Mannschaft beteiligt, ist unglaublich präsent – und dazu plötzlich auch noch unglaublich torgefährlich. Der Führungstreffer am Sonnabend im Weserstadion  (12. Minute) war für Stindl bereits sein drittes Tor im vierten Spiel von Beginn an. So viele hatte er in der gesamten vergangenen Saison in 31 Begegnungen erzielt.

Doch trotz seiner ganz persönlichen Erfolgsbilanz schlich der Offensivspieler auch diesmal wieder mit hängenden Schultern in Richtung Kabine. „Ich bin auf der einen Seite ganz froh, dass ich das eine oder andere Tor schießen kann“, sagte er, „aber so richtig darüber freuen kann ich mich nicht.“ Denn zu Siegen verhalfen sie seiner Mannschaft noch kein einziges Mal.

Dennoch dürften die Leistungen des Badeners, der wegen eines Außenbandanrisses im Knie die ersten zehn Saisonspiele verpasste, der Konkurrenz nicht verborgen geblieben sein. Denn zwar läuft der Vertrag bei 96 noch bis zum Sommer 2016, doch wegen einer Ausstiegsklausel kann Stindl den Klub schon nach dieser Saison für die vergleichsweise geringe Ablösesumme von 3 Millionen Euro verlassen. Und so findet Dirk Dufner an Stindls kleinem „Fluch“ auch schon fast etwas Gutes. „Seit Lars dabei ist, haben wir erst einen Punkt geholt“, sagte der 96-Sportdirektor mit einem Augenzwinkern. „Den würde ich als anderer Klub nicht anfassen.“

Doch auch Dufner weiß natürlich ganz genau, dass der 96-Kapitän durchaus ein Thema für Klubs wie den VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim, Schalke 04 oder Borussia Dortmund ist. „Ihn zu halten wird sicher nicht einfach werden“, sagte er. „Aber wir werden alles versuchen.“ Gespräche über eine Vertragsverlängerung seien aber in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten. „Lars und sein Berater werden sicher nicht auf Hektik dringen. Sie werden sich Gedanken machen – und dann sprechen wir“, sagt der Sportdirektor.

Dabei dürfte es dann vor allem darum gehen, ob Stindl sich bereit sieht für den nächsten Schritt hin zu einem der großen Klubs. Oder ob er seine Zukunft in Hannover sieht, wo gerade um ihn herum eine neue Mannschaft aufgebaut wird. Stindl könnte bei Hannover 96 einer wie Altin Lala werden, eine Identifikationsfigur. Auch das kann sehr reizvoll sein für einen Profi.

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