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Hannover 96 Beherzter Auftritt der "Roten"
Sportbuzzer Hannover 96 Beherzter Auftritt der "Roten"
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00:15 29.09.2015
Von Jörg Grußendorf
Quelle: zur Nieden
Wolfsburg

Auch diesmal gab es ein gellendes Pfeifkonzert. Anders als am Mittwoch beim 1:3 gegen den VfB Stuttgart galt das aber nicht den Kickern von Hannover 96, sondern der Heimmannschaft, dem VfL Wolfsburg. Diese Missfallenskundgebung der VfL-Fans gegen ihre Mannschaft war gleichzeitig eine Anerkennung für die „Roten“. Denn die hatten sich den Punktgewinn beim großen Favoriten vollauf verdient. Mit etwas mehr Glück beziehungsweise Geschick im Abschluss wäre sogar ein „Dreier“ möglich gewesen für das Team von Michael Frontzeck.

Auch wenn die Wolfsburger mehr Ballbesitz hatten, so konnten sie sich gegen aufopferungsvoll kämpfende 96er nur sehr wenig Chancen heraus spielen. Die Hannoveraner verteidigten sehr geschickt, standen kompakt, ließen den namhaften VfL-Offensivspielern kaum Räume. Das 1:0 (40. Minute) von Bas Dost fiel wie aus heiterem Himmel. Abgezeichnet hatte sich dieser Führungstreffer jedenfalls nicht. Vielmehr ging er auf eine Fehlerkette in der 96-Abwehr zurück: Miiko Albornoz, Kenan Karamn und Christian Schulz verhielten sich in dieser Szene zu passiv.

Die größte Tormöglichkeit der ersten Halbzeit hatten sogar die „Roten“: Artur Sobiech lief allein aufs Wolfsburger Tor zu, wurde aber plötzlich immer langsamer, sodass Naldo ihn noch einholen konnte (26. Minute).

In der zweiten Halbzeit wirkten die Gäste gar noch beherzter. Das sehenswerte Ausgleichstor von Hiroshi Kiyotake (57.) war der verdiente Lohn. Der VfL hatte zwar zum Ende noch einige gute Chancen, aber da war stets Ron-Robert Zieler zur Stelle, der ein starkes Spiel machte. Bei etwas mehr Entschlossenheit bei einigen Kontermöglichkeiten hätte 96 aber auch das Spiel noch für sich entscheiden können.

Die Tore: 1:0 (40. Minute) Bas Dost köpft eine Flanke von Daniel Caligiuri ein. 1:1 (57.) Hiroshi Kiyotake mit einem herrlichen Schuss unter unter die Querlatte nach Pass von Manuel Schmiedebach.

 

Die Szene des Spiels: Bisher war es meistens so, wenn 96 zurückliegt, dass dann das Spiel auch verliert. Diesmal nicht: Das lag an einem herrlichen Treffer von Hiroshi Kiyotake. Der Japaner nahm eine Pass von Manuel Schmiedebach gekonnt an, drehte sich und wuchtete den Ball unter die Querlatte zum verdienten 1:1.

 

Spieler der Spiels: Hiroshi Kiyotake überzeugte alle – nicht nur wegen seines wunderschönen Tores. Der kleine Techniker war an den meisten Offensivaktionen der „Roten“ beteiligt, spielte seine Mitspieler klasse frei und war ständig unterwegs. Er war ein echter Kilometerfresser. Obwohl er angeschlagen ins Spiel gegangen war, denn im Spiel am vergangenen Mittwoch gegen den VfB Stuttgart hatte er sich gleich mehrere Prellungen zugezogen. Dennoch bereitete er den Wolfsburgern 82 Minuten arge Probleme.

 

Die Zahlen: Torschüsse: 23 Wolfsburg, 8 96, Ballaktionen: 64% Wolfsburg, 36% 96, Zweikampfquote: 52% Wolfsburg, 48% 96, Ecken: 9 Wolfsburg, 0 Hannover, Abseits 1 Wolfsburg, 3 Hannover, Fouls am Gegenspieler: 6 Wolfsburg, 1 96.

 

Stimmen der Trainer:

Michael Frontzeck (96-Trainer): „Ich kann nicht verhehlen, dass ich mich mächtig freue für uns alle. Es hat mir sehr gefallen, was meine Mannschaft angeboten hat. Sie hat es endlich geschaftt, sogar 93 Minuten durchgängig konsequent zu bleiben.“

 

Dieter Hecking (VfL-Trainer): „Das war nicht so erfreulich für uns. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, waren aber viel zu umständlich. 96 hat die Räume geschickt eng gemacht. Wir haben zwei Punkte verschenkt.“

Hannover 96 wartet weiter auf den ersten Saisonsieg - aber dem Team von Michael Frontzeck gelang am Samstag mit dem 1:1 (0:1) beim VfL Wolfsburg immerhin ein Achtungserfolg. Für Hannover traf in seinem 100. Erstligaspiel der Japaner Hiroshi Kiyotake (57.).

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