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Hannover 96 Konkurrenz für den Musterschüler Anton
Sportbuzzer Hannover 96 Konkurrenz für den Musterschüler Anton
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00:15 05.09.2016
Von Christian Purbs
Auch den Gladbacher Lars Stindl hatte Waldemar Anton (oben, links) letzte Saison im Griff. Zurzeit läuft der 20-Jährige seiner Form hinterher, was die Chancen für Stefan Strandberg (l.) und Felipe erhöht.  Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Allzu viele Fans werden Freitagnachmittag nicht beim Testspiel von Hannover 96 bei Borussia Mönchengladbach dabei sein. Anpfiff ist schon um 15.30 Uhr, und da beim Fußball-Bundesligisten zurzeit viele Profis auf Länderspielreise sind, kann Borussen-Trainer Andre Schubert nicht sein Top-Team auf den Platz schicken. Das gilt auch für die „Roten“. Auch Trainer Daniel Stendel wird den Test dazu nutzen, einigen Spielern, die bislang nicht so sehr im Fokus standen, Spielzeit zu geben. Was die Begegnung aus 96-Sicht wiederum interessant macht, ja sogar zu etwas ganz Besonderem. Denn heute wird Felipe sein Comeback-Comeback-Comeback bei den „Roten“ geben.

Der Innenverteidiger habe in den letzten Tagen „sehr ordentlich trainiert“ und werde gegen Mönchengladbach Spielzeit bekommen, sagt Stendel. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber man sieht, dass er Qualität hat.“ Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, am 26. August 2012, machte der Brasilianer beim 2:2 im Heimspiel gegen Schalke 04 sein erstes Spiel für 96 und erzielte dabei sogar ein Tor. Lediglich 22 Einsätze in Punktspielen kamen seitdem aufgrund zahlreicher Verletzungen hinzu.

Ein gesunder Felipe würde den Konkurrenzkampf in der Abwehrzentrale anheizen. Der Verlierer könnte ausgerechnet einer sein, den die 96-Fans in ihr Herz geschlossen haben und der für den Beginn einer neuen Ära steht: Waldemar Anton. Das 96-Eigengewächs, gerade zum ersten Mal in den Kader der deutschen U21-Nationalelf berufen, gilt als Lieblings- und Musterschüler von Stendel; unter dem 96-Trainer zeigte Anton zum Ende der vergangenen Saison beachtliche Leistungen in der Bundesliga.

Mit Salif Sané, Anton, Florian Hübner Fynn Arkenberg, Felipe und dem norwegischen Nationalspieler Stefan Strandberg, den die „Roten“ vergangenes Wochenende verpflichtet haben, wird das Gerangel um die beiden Plätze in der Innenverteidigung immer größer - und damit auch die Zwickmühle, in der sich Stendel befindet. Der 42-Jährige hat nun auch in der Defensive mehr Möglichkeiten und kann dort munter variieren. Das schließt auch ein, dass einer wie Anton, sollte die Leistung nicht stimmen, eventuell auf der Bank Platz nehmen muss. Leistungsschwankungen bei einem so jungen Spieler sind normal; die Frage ist, wie Stendel damit umgeht, wenn er ausreichend Alternativen hat.

Gut möglich, dass der 96-Trainer Anton oder Sané, sollte die Innenverteidigung durch Strandberg wirklich stabiler werden, auf einer anderen Position einsetzt. Beide haben schon im defensiven Mittelfeld an der Seite von Manuel Schmiedebach gezeigt, dass sie auch dort wertvoll sein können. Und es wäre nicht das erste Mal, dass Stendel mit seiner Aufstellung überrascht.

Verabschiedung von Spielern

Vor dem Anpfiff der Heimpartie gegen Dynamo Dresden am 11. September soll es für 96-Fans auf dem Rasen der HDI-Arena ein Wiedersehen mit Ron-Robert Zieler (Leicester City), Leon Andreasen (Reha, vereinslos) und Christian Schulz (Sturm Graz) geben. Sicher zugesagt hat sein Kommen allerdings bislang nur Schulz.

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