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Hannover 96 Kind verzichtet auf Anzeige gegen Chaoten
Sportbuzzer Hannover 96 Kind verzichtet auf Anzeige gegen Chaoten
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06:24 31.10.2016
Von Heiko Rehberg
96-Präsident Martin Kind. Quelle: Archiv
Hannover

Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen Bedrohung laut Paragraf 241 des Strafgesetzbuches, denn laut einer Zeugenaussage hat es während der Fahrt Todesdrohungen gegen Kind gegeben. Im Speisewagen sollen „Komm’ raus, wir schlagen dich tot“-Gesänge angestimmt worden seien. Die Strafe für eine Bedrohung kann bei bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe liegen. Kind selbst will allerdings auf eine Anzeige verzichten, wie er beim Heimspiel gegen Würzburg erklärte.

Herr Kind, Sie sollen von mutmaßlichen 96-Anhängern während der Zugfahrt von Nürnberg nach Hannover beleidigt und bedroht worden sein. Wie beängstigend war die Situation für Sie?
Ich fühlte mich nicht bedroht. Ich habe die Beleidigungen auch nicht direkt mitbekommen. Das haben andere viel besser.

Hat die Polizei bereits Kontakt mit Ihnen aufgenommen?
Ja, das hat sie. Die Polizei hat mir mitgeteilt, dass ich zwei Optionen habe. Entweder, ich erstatte selbst Anzeige, oder ich äußere mich als Zeuge. Ich werde mich als Zeuge äußern.

Wie kann man eine solche Situation verhindern?
Ich denke, wir können das nicht verhindern. Ich plädiere aber für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bahn und Bundespolizei.

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