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Hannover 96 Sané gibt beim 96-Walzer den Takt an
Sportbuzzer Hannover 96 Sané gibt beim 96-Walzer den Takt an
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00:21 19.12.2014
Von Norbert Fettback
Was für ein Comeback: Salif Sané (2. v. r.) wird von Jimmy Briand (l.), Lars Stindl und Hiroshi Kiyotake (r.) gefeiert. Quelle: Ulrich zur Nieden
Hannover

Es geht doch! Auf den Rängen machte sich am Dienstagabend Erleichterung breit, und vorweihnachtliche Freude war auch zu spüren: Hannover 96 kann doch noch gewinnen. Mit 2:0 setzten sich die „Roten“ gegen den FC Augsburg durch, ihren heimlichen Lieblingsgegner. Die Mannschaft hatte damit den Wunsch ihres Trainers erfüllt: Ein Sieg sollte es sein im letzten Heimspiel des Jahres. Und sie ließ den Worten Taten folgen, wozu sie sich zu Recht den Beifall der 30.800 Zuschauer verdiente.

Diese hatten anfangs nicht schlecht gestaunt. Tayfun Korkut hatte sein Team auf zwei Positionen umgestellt. Für den formschwachen Ceyhun Gülselam rückte Maurice Hirsch in die Startelf, und Christian Schulz, den Rückenbeschwerden plagen, wurde durch Salif Sané ersetzt. Dieser Schachzug hatte Folgen – und zwar durchaus positive. Denn so gab es endlich mal neue Töne in der HDI-Arena zu hören! „Salif Sané“ - der Name des Senegalesen war nach 20 Minuten der Hit im Stadion. Angestimmt von 96-Anhängern in der Nordkurve, die damit den Schützen des Führungstreffers feierten und die leidigen „Kind muss weg“-Sprechchöre zumindest zeitweise verstummen ließen. Der Innenverteidiger war mit dem Hinterkopf zur Stelle, nachdem Hiroshi Kiyotake einen Eckball in den Strafraum geschlagen und Lars Stindl die Kugel irgendwie zu Sané befördert hatte. Was für ein Comeback in der Startelf!

Später bekam der Abwehrspieler bei einigen Aktionen verdienten Szenenapplaus. Viel zu klatschen hatte der Anhang der „Roten“ bis zur Halbzeit allerdings nicht mehr. Die Führung brachte keine Sicherheit in die Aktionen, speziell Kiyotake und Jimmy Briand setzten im Spiel nach vorne zu selten Akzente. Viele Aktionen wirkten bei empfindlicher Kühle wie eingefroren. Korkut forderte seine Mannschaft immer wieder dazu auf, mutig anzugreifen – viel bewirkten seine Appelle an der Seitenlinie nicht. Die Augsburger agierten nach dem Rückstand durchaus gefällig, sie konnten sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Und das war am Dienstag ihr großes Manko.

Die beste Torchance der Gäste vor der Pause hatte Ron-Robert Zieler bereits in der Anfangsphase vereitelt, als er einen Schuss von Alexander Esswein parierte (13.). Der 96-Torwart bekam auch nach dem Seitenwechsel nicht allzu viel zu tun. Und wenn, dann war er auf dem Posten wie in der 73. Minute, als er Raul Bobadilla zweimal den Schneid abkaufte. Sein Gegenüber Alexander Manninger musste mehr auf der Hut sein. Nach 55 Minuten war er zum zweiten Mal geschlagen, erneut nach einer Standardaktion. Der schwache Schiedsrichter Christian Dingert hatte nach einem Zweikampf zwischen Stindl und Daniel Baier auf Elfmeter entschieden, Joselu ließ sich die Chance nicht entgehen. Der Stürmer, der bis dahin nicht groß in Erscheinung getreten war, erzielte mit einem Schuss ins die rechte Ecke sein sechstes Saisontor.

Eine durchaus komfortable Führung, und anders als am Sonnabend beim 3:3 in Bremen wusste 96 diesmal etwas damit anzufangen. Der Lohn waren drei Punkte nach vier Spielen ohne Sieg. Und das endlich auch wieder mal zu null. Dass 96 zum Ende des Jahres die Kurve kriegte, war ein Versöhnungsgeschenk an den zuletzt nicht gerade verwöhnten Anhang, der schon fünf Minuten vor dem Abpfiff mit dem „96-Walzer“ feierte. Auch das hatte man lange nicht mehr gehört.     

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