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Hannover 96 Strandberg auf dem Sprung in die Startelf
Sportbuzzer Hannover 96 Strandberg auf dem Sprung in die Startelf
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17:34 13.09.2016
Von Jörg Grußendorf
Einschießen für Bielefeld: 96-Neuzugang Stefan Strandberg. Quelle: Petrow
Hannover

Das Urteil über die Sperre von Salif Sané wurde auch Dienstag noch nicht verkündet. Hannover 96 muss sich also gedulden, ehe es aus Frankfurt vom Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes die Nachricht gibt, wie lange die Sperre des Innenverteidigers ausfallen wird. Die direkten Planungen von Cheftrainer Daniel Stendel beeinträchtigt das Ausbleiben des Urteils jedoch nicht. Sané wird ihm nach seiner Roten Karte beim nächsten Spiel am Sonntag bei Arminia Bielefeld auf jeden Fall fehlen - und voraussichtlich noch zwei oder drei weitere Partien dazu.

Der Ausfall des 26-Jährigen, der wegen seiner Entgleisung gegen Dynamo Dresdens Stefan Kutschke vom Verein nicht zusätzlich bestraft wurde und lediglich 2000 Euro in die Mannschaftskasse zahlen soll, schmerzt Stendel allerdings. Er muss einen seiner wichtigsten Spieler ersetzen, einen, der in manch einer Begegnung den Unterschied ausgemacht hat.

Den Part des Senegalesen in der Innenverteidigung wird gegen die Bielefelder mit ziemlicher Sicherheit Neuzugang Stefan Strandberg übernehmen. Gegen Dresden hatte Stendel den norwegischen Nationalspieler überraschend gar nicht im Kader gehabt, weil er erst drei Trainingseinheiten mitgemacht hatte. Gegen Arminia aber wird der Coach nicht an dem Abwehrspieler, der zuletzt für FK Krasnodar in Russland gespielt hat, vorbeikommen.

Durch den Ausfall Sanés dürfte auch Innenverteidiger Felipe endlich den Sprung zurück in den Kader schaffen. Der Brasilianer, der nach monatelanger Verletzungszeit wieder fit ist, überzeugt seit Wochen im Training und war auch beim Testspiel in Mönchengladbach vor eineinhalb Wochen einer der besten „Roten“. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, sagte Stendel.

Felipe könnte es sogar in die Anfangself schaffen, wenn Stendel eine weitere Änderung vornehmen würde. Schon vor dem Dresden-Spiel war darüber spekuliert worden, Iver Fossum zu ersetzen, um mehr Stabilität ins defensive Mittelfeld zu bekommen. Vorgesehen für den Part neben Kapitän Manuel Schmiedebach war Sané. Doch daraus wird auch in Bielefeld nichts, diesen Plan hat der Senegalese durch seine Unbeherrschtheit zunichte gemacht. Allerdings hat auch Waldemar Anton, bisher Innenverteidiger, bereits gute Spiele im Mittelfeld gemacht.

Es ist jedoch fraglich, ob Stendel diesen Schritt wirklich geht. Es würde bedeuten, dass der Coach seine zentrale Abwehr, die bisher Anton/Sané hieß, komplett durch zwei neue Innenverteidiger ersetzen würde. Zumal Strandberg seine Mitspieler kaum kennt und Felipe seit Monaten keine Spielpraxis in Pflichtspielen sammeln konnte.

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