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Hannover 96 Darauf kommt es heute für 96 an
Sportbuzzer Hannover 96 Darauf kommt es heute für 96 an
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09:00 12.12.2016
Von Jörg Grußendorf
Duell auf Augenhöhe: VfB-Kapitän Christian Gentner und 96-Profi Kenan Karaman, der in der Jugend auch in Stuttgart spielte. Quelle: Imago
Hannover

Man kommt einfach nicht drum herum, Superlativen zu bemühen, wenn es um die heutige Partie in der Mercedes-Benz-Arena (Anpfiff ist um 20.15 Uhr, live bei Sport1) geht. Es treffen die beiden mit Abstand teuersten Mannschaften der Klasse aufeinander. VfB und 96 sind die Topfavoriten der Liga – in welcher Reihenfolge auch immer –, denn mit derart viel Qualität können die anderen Mannschaften auch nicht nur annähernd aufwarten.

So viel Klasse schürt aber auch die Erwartungen im Umfeld. Beide Trainer, sowohl 96-Coach Daniel Stendel als auch Hannes Wolf, erleben es am eigenen Leibe. Trotz ansehnlicher Punktezahl wird bei beiden Clubs vieles überkritisch beäugt, ist die Unzufriedenheit groß. Darum gilt für beide Mannschaften heute nur eines: verlieren verboten.

Der Druck auf die „Roten“ und damit besonders auf Trainer Stendel ist indes seit gestern noch etwas größer geworden: 96 liegt wieder fünf Punkte hinter Eintracht Braunschweig zurück – im Falle einer Niederlage beim VfB betrüge der Rückstand auf die Stuttgarter gar sieben Zähler. „Wir sind erstmals nicht Favorit“, sagt Stendel zwar – an der Ausgangslage ändert das wenig: Ein Punkt ist Pflicht, drei Zähler würden zumindest vorerst für etwas Ruhe sorgen. Clubchef Martin Kind („Der Aufstieg ist alternativlos“) hat bereits mehrfach angekündigt, wenig Geduld zu haben. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen, wer sich am Ende durchsetzt.
Welcher Trainer liegt heute taktisch und personell richtig, welcher Profi hat einen entscheidenden Tag? Beide Teams im Vergleich:

Die Trainer: Stendel (42 Jahre) und Wolf (35) haben noch wenig Trainer-Erfahrung im bezahlten Fußball. Beide haben lange im Jugendbereich erfolgreich gearbeitet. Stendel wurde im April zum Cheftrainer befördert, Wolf übernahm die Rolle im September für den gefeuerten Jos Luhukay. Beide gelten als Perspektivtrainer und scheuen nicht davor zurück, Stars auf die Bank zu setzen. Salif Sané (96) und Weltmeister Kevin Großkreutz können da einiges erzählen.

Die Mannschaften: 96 und VfB haben ihre Stärken klar in der Offensive. Da stechen zwei Torjäger heraus, wobei Martin Harnik den wichtigeren Part für sein Team einnimmt. Ohne den früheren VfB-Stürmer läuft bei 96 wenig zusammen; der österreichische Nationalspieler ist für Vorlagen und Tore zuständig. Auf Stuttgarter Seite trifft Simon Terodde (kam aus Bochum) nach anfänglicher Ladehemmung immer besser.

Unübersehbare Probleme haben beide Teams in der Defensive. 96 – trotz Sané, den viele Experten für den besten Zweitligaspieler halten –, und VfB lassen viel zu viele Chancen zu. Im Mittelfeld könnte 96 einen Profi wie VfB-Kapitän Christian Gentner, der das Spiel diktiert, bestens gebrauchen.

Hannover 96 muss im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart ohne Felipe und Artur Sobiech auskommen. Der brasilianische Verteidiger und der polnische Stürmer werden nicht rechtzeitig fit, um am Montag in Stuttgart zu spielen, berichtete 96-Trainer Daniel Stendel am Sonntag.

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