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Hannover 96 Kein Durchkommen gegen Sandhausens Defensive
Sportbuzzer Hannover 96 Kein Durchkommen gegen Sandhausens Defensive
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00:15 21.12.2016
Von Heiko Rehberg
Immer war ein Sandhausener Abwehrspieler dazwischen: Felix Klaus kommt nicht an den Ball. Quelle: dpa

Es ist ja nicht so, dass es Sonntag in der HDI-Arena keinen Torjubel gab. Dreimal freuten sich die – abzüglich der 57 Gästefans – 30.239 hannoverschen Anhänger über einen Treffer, doch der fiel jeweils in Würzburg gegen Stuttgart.

Die Einblendung der Tore gegen den Aufstiegskonkurrenten auf der Anzeigentafel sorgten für Stimmung auf den Rängen. Hätte Hannover 96 selbst auch noch ein Tor geschossen, es wäre das „perfekte Ende der Hinserie“ (Trainer Daniel Stendel) geworden. Doch irgendwie sollte es im letzten Spiel des Jahres gegen den SV Sandhausen nicht sein. Am Ende standen ein 0:0 und eine Enttäuschung. Zum dritten Mal blieb die beste Offensivabteilung der Liga ohne einen Treffer, und das ausgerechnet in der Partie, in der ein Törchen zur Herbstmeisterschaft gereicht hätte.

Es stimmt, wenn Sandhausens Trainer Kenan Kocak nach dem Spiel resümierte, dass seine Elf zum Schluss „richtig viel Glück“ gehabt habe. Doch damit ist indirekt bereits eines der Probleme beschrieben, die der große Favorit 96 an diesem nieseligen Dezembertag hatte: 96 kam erst sehr spät auf Touren.

Erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiff begannen die Hannoveraner, mehr Druck zu machen, erst in dieser Phase gelangen es ihnen mit Hilfe der berühmten Brechstange, mehrere Torchancen in kurzer Abfolge zu erzwingen. Martin Harnik und Artur Sobiech in der 80. Minute, Waldemar Anton mit einem Kopfball kurze Zeit später, in der 90. Minute noch einmal Sobiech: Hätte 96 früher das Tempo forciert, Sandhausen wäre mit ziemlicher Sicherheit zum Schluss die Luft ausgegangen.

Aber immer dann, wenn man dachte, jetzt bröckelt es in der Sandhausener Abwehrmauer, setzten die Gastgeber nicht nach. „Wir haben das spielerisch diesmal nicht lösen können“, sagte Stendel später und meinte, dass man sich Sandhausen „angepasst“ habe.

Die Gäste erinnerten an eine typisch italienische Mannschaft, die ihr 0:0 mit allen Mitteln verteidigt: mit Spielverzögerungen, mit Fouls, mit längerem Liegenbleiben auf dem Rasen, aber auch mit Leidenschaft und Zweikampfstärke. Selbst Stendel kam deshalb nicht umhin festzustellen, dass sich Sandhausen „den Punkt verdient“ hätte. Irgendwie.

Seine eigene Mannschaft wirkte müde, auch der 96-Trainer hatte das draußen gespürt („Die vergangenen Wochen haben Kraft gekostet“). Zuletzt hatte sich das Team aus solchen Situationen mit einer Standardsituation oder einem Harniksarenrenklaus-Geistesblitz befreit, aber diesmal klappte das nicht. Für Stendel änderte das nichts am Saison-Halbzeitfazit: „Wir haben einen absolut positiven Blick auf die Hinrunde.“

Freitagabend und Sonnabend hatte es Irritationen gegeben, ob Noah-Joel Sarenren-Bazee gegen SV Sandhausen spielen kann oder ob er verletzt ist. Doch der Jungstar steht für das Sonntagsspiel genauso im Kader wie Uffe Bech und Artur Sobiech.

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