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Sport lokal Alexander Müller trifft elfmal
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22:36 27.10.2018

Dass die HSG das Spiel für sich gestalten würde, stand nie in Zweifel. Zu bieder waren die Bemühungen der Gäste, die erst in der zehnten Spielminuten beim 2:6 ihr erstes Feldtor erzielten. Geschenkt wurde den Schaumburgern aber auch nichts. Durch eine gute Abwehr und konzentrierte Abschlüsse wuchs der Vorsprung zunächst stetig an.

Marcel Rose leistete sich den Luxus, in verletzungsbedingter Abwesenheit von Spielmacher Fynn Graafmann zwei Siebenmeter nicht zu verwandeln. Da auch Nicolai Hengst wegen eines Bänderrisses passen musste, ließ HSG-Trainer Sebastian Reichardt rotieren. Auf der Mitte agierten Maximilian Dohmeier oder Grischa Hengst, Marwan Blazek spielte eine gute Rolle im rechten Rückraum. Seinen Posten auf Rechtsaußen übernahm A-Jugendspieler Paul Behrens. „Er hat das über 40 Minuten sehr ordentlich gemacht, auch in der Abwehr“, lobte Reichardt.

Weil auch MTV-Keeper Domenik Litzke einen guten Tag erwischt hatte, führten die Gastgeber nach 19 Spielminuten „nur“ mit 11:6, bis zur Pause wuchs der Vorsprung der Gastgeber auf 17:11 an.

Im zweiten Durchgang änderte sich zunächst nichts an der Überlegenheit der Schaumburger. Keeper Daniel Hoffmann zeigte ein gutes Spiel, während die Gäste es mit der Härte übertrieben. Christian Sowa sah nach einem Foul an Blazek die rote Karte (44.). Die Nordschaumburger führten da mit 28:15, der Drittliga-Reserve drohte ein Debakel. Aber es kam anders. „Wir haben viele technische Fehler gemacht, das hat mir natürlich nicht gefallen. Aber es war auch der zahlreichen Wechsel geschuldet“, sagte Reichardt, der seinen Torjäger Andreas Lüer weite Teile des Spiels auf der Bank ließ. „Er hat heute mal nicht angefangen“, so der Coach. Dessen Rolle füllte Alexander Müller mit elf Toren aus.

Bei 25:30 waren die Gäste wieder in Sichtweite, aber da waren nur noch knapp drei Minuten zu spielen. „Wenn man so hoch führt, schleicht sich der Schlendrian ein“, erklärte Blazek den Einbruch. Aber die Fans hätten sich nicht Sorgen müssen. „Wir hätten jederzeit wieder eine Schippe drauflegen können. Schön zu sehen, wie wir die Verletzungen 45 Minuten kompensiert haben“, so Blazek. Braunschweig sei zwar Vorletzter aber auch eine talentierte Mannschaft. „Es hat am Ende bei dem dezimierten Kader vielleicht auch die Kraft gefehlt“, meinte Blazek. Auch sein Trainer war besänftigt: „Das Risiko geht man mit den ganzen Wechseln ein. Wichtig ist, dass wir das Spiel gewonnen haben.“

HSG: Schulz 1, Müller 11, Tatge 2, Blazek 2, Thieme 6, Dohmeier 3, Rose 3, G. Hengst 1/1 Siebenmeter, Lüer 3.