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„Alte Männer“ schlagen sich gut

Kampfsport „Alte Männer“ schlagen sich gut

 Mustafa Özata hat im Kampfsport schon so einiges erlebt, aber die folgende Geschichte hat den langjährigen Trainer der Kinder, Jugend- und Erwachsenengruppen des Kampf-Kunst-Centers (KKC) Stadthagen dann doch überrascht: In Oberhausen war die Idee zu einem Old-Man-Turnier entstanden. Heißt: Im Turnierkampfsport unerfahrene Erwachsene wollten sich erstmals selbst in den Ring stellen.

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Stadthagen. Es fanden sich viele Teams aus ganz Deutschland zu einer spektakulären und freundschaftlichen Vollkontaktveranstaltung in den Disziplinen Kickboxen, Boxen und dem K1-Regelwerk zusammen. Eine davon kam aus Stadthagen. „Die Teilnahmevoraussetzungen waren: Mindestalter 40 Jahre und seit mindestens zehn Jahren kein bestrittener Turnierkampf“, erklärt Özata. Im KKC fand die Idee schnell Anklang. Es wurde eine Trainingsgruppe gegründet, die über etwa drei Monate viermal in der Woche auf die Old-Man-Fight-Night in Oberhausen vorbereitete. „Viele Teilnehmer sind Eltern kampferfahrener Kinder, erlebten erstmals selbst den Druck, dem sonst der Nachwuchs ausgesetzt ist“, sagt der Coach. Unter dem Motto „Ich mache das auch mal“ packte die Eltern der Ehrgeiz. Der Wille sei von Anfang an vorhanden gewesen, auch eine Mutter machte begeistert mit.

 Nun ist es eine Sache, einem Kampf-Event als Zuschauer oder mitfieberndes Elternteil beizuwohnen, aber eine ganz andere, selbst einen Vollkontaktkampf zu bestreiten. Dementsprechend war die Atmosphäre bei den sechs Teilnehmern aus Stadthagen vor dem Turnier in der Umkleidekabine angespannt und eine völlig neue Erfahrung. Das lange Warten, bis der eigene Name im gut gefüllten Veranstaltungsraum aufgerufen wurde, das konstante und wohl dosierte Warmhalten, der Geruch von Schweiß und durchblutungsförderndem Kampfer stellten die Neulinge vor eine mentale Zerreißprobe. Aber: Alle Sportler aus der Stadthäger Gruppe gewannen ihre Kämpfe, die gute Vorbereitung zahlte sich aus. Die Erleichterung war groß, die Anspannung entlud sich bei einem Teilnehmer: „Ich habe ein völlig neues Lebensgefühl.“

 Das Fazit fällt für Özata so aus: „Die Eltern können die Leistungen ihrer Kinder im Kampfsport jetzt viel besser einschätzen. Durch die völlig neue Erfahrung, die erlernten Techniken erstmals selbst in einem Kampf ausprobiert zu haben, ist der Respekt in Bezug auf die Leistung der Kids größer geworden.“ Die Bilanz könne sich sehen lassen, so der Trainer: „Ich war echt überrascht.“

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