Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sport lokal Eine Katastrophe für den MTV Großenheidorn
Sportbuzzer Sport lokal Eine Katastrophe für den MTV Großenheidorn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 04.11.2018
Wunstorf

 „Das war eine Katastrophe“, sagte Chefcoach Marc Siegesmund zum indiskutablen Auftritt seiner Mannschaft nach der Pause.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob die Großenheidorner mit dem Schwung vom jüngsten 27:22-Erfolg bei der SG VTB/Altjührden zum dritten Heimsieg der Saison stürmen würden. Nach einer ausgeglichenen und hektischen Anfangsphase setzten sich die Blau-Weißen durch einen 3:0-Lauf zum 6:4 (6. Minute) erstmals auf zwei Tore ab. Auch die Schrecksekunde, als Maurice Nolte ohne gegnerische Einwirkung umknickte und vom Feld humpelte, steckten sie gut weg. Kontinuierlich wuchs ihr Vorsprung auf 15:9 (19.) an. Zwar brachte Dominik Jung die Langenfelder mit einem Doppelpack auf 13:16 (23.) heran. Doch als der bis dahin bereits sechsmal erfolgreiche Jonathan Semisch eine Zweiminutenstrafe absaß, konnten die Gäste ihre numerische Überlegenheit nicht ausnutzen. Stattdessen vergrößerte der MTV den Abstand mit dem 18:14 (26.) wieder auf vier Tore. Die Hausherren überstanden kurz darauf noch eine weitere Unterzahlsituation unbeschadet, ehe sie nach dem 19:16 (28.) eine gegnerische Dreierserie zum Ausgleich zuließen.

Im zweiten Durchgang lief bei den Meerhandballern fast nichts mehr zusammen. „Wir haben total den Faden verloren und sind in unsere Einzelteile zerfallen“, sagte Siegesmund. Vor allem die agilen Rückraumspieler der SG nutzten das gnadenlos aus. Mit fünf Treffern am Stück zogen die Rheinländer von 21:20 (35.) auf 26:20 (43.) davon. Der mit getaptem Sprunggelenk zurückgekehrte und tapfer kämpfende Nolte sowie Till Hermann brachten die Blau-Weißen wieder auf 22:26 (45.) heran. Siegesmund nahm eine Auszeit und versuchte, seine Spieler zu beruhigen: „Wir haben noch ganz viel Zeit.“ Danach brachte Hermann die Hausherren auf 24:27 (47.) heran und sorgte für neue Hoffnung bei den heimischen Fans. Näher sollte ihr Team allerdings nicht mehr herankommen. Beim Stand von 27:30 (51.) versuchte es Siegesmund mit einer offensiven 4:2-Deckung. Es war eine taktische Maßnahme, die ebenso nach hinten losging wie kurz darauf die Einwechslung eines siebten Feldspielers. Mit sieben Toren am Stück erhöhten die Langenfelder von 31:28 (52.) auf 38:28 (59.). Letztlich musste der MTV gegen den weiter am Tabellenende stehenden Mitaufsteiger die höchste Heimpleite der laufenden Spielzeit hinnehmen. Am nächsten Sonnabend (19.30 Uhr) geht es zur ungeschlagenen SG Schalksmühle-Halver. Auf Siegesmund und sein Team, das bis dahin mit sechs Zählern an zwölfter Stelle verharrt, wartet in der bevorstehenden Trainingswoche viel Arbeit.

MTV: Kovacs, Schröpfer, Pommer – T. Hermann 9 / 3 Siebenmeter, Nolte 7, Semisch 6, Byegal 4, Bokeloh, Bretz, N. Hermann je 1. re