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21:00 18.02.2018
HSG-Spielerin Nathalie Renn (Mitte) hat nach langer Verletzungspause noch nicht zur gewohnten Form gefunden. Quelle: hga
Waltringhausen

Zwar zeigte die Abwehr eine verbesserte Leistung, Resultat eines verstärkten Fokus darauf in der Vorbereitung. Allerdings kamen die Gastgeberinnen kaum dazu, diese Abwehr auch zu stellen. „Wir haben es ihnen zu leicht gemacht“, erklärte eine niedergeschlagen wirkende Trainerin Anne Blume. Dabei stimmte die Analyse auf den Punkt, Rohrsen lief mindestens 20 Tempogegenstöße, die HSG warf die Bälle im Angriff vor allem in der ersten Halbzeit serienweise weg.

 Entschieden war das Spiel schon nach elf Minuten. Da hatten die Gastgeberinnen beim 2:8 gerade erst den zweiten Treffer erzielt. Beim 4:11 (16.) verzeichneten die Gäste schon acht erfolgreich verwandelte Tempogegenstöße. Fehlpässe, schlechte Anspiele und Wurfversuche sowie das Auslassen klarer Chancen der Gastgeberinnen brachten Rohrsen immer wieder schnelle Ballgewinne und einfache Tore. „Ein souveräner Auswärtsauftritt. Es war klar, wenn wir unseren Streifen spielen, gut decken und Tempo machen, gewinnen wir“, sagte Gäste-Coach Carem Griese, der den Sieg als „um kein Tor zu hoch“ empfand.

 Dabei war Rohrsen aus den Positionsangriffen heraus auch nicht immer überragend. Es waren die immer wiederkehrenden Ballverluste im Angriff, die der HSG keine Chance ließen. Zwischen der 23. und 30. Minute gelang nur ein Treffer, beim 9:18-Pausenrückstand war eigentlich schon alles entschieden. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand auf 13:26 (41.) an, die Gäste spielten das routiniert herunter.

 Immerhin, die HSG steckte nicht auf, erzielte in den verbleibenden rund 20 Minuten noch elf Tore. Insgesamt war das jedoch zu wenig, um im Abstiegskampf zu punkten. Da half auch der kurze Einsatz von Nathalie Renn nicht mehr, der nach ihrem Kreuzbandriss noch einiges zur früheren Leistungsfähigkeit fehlt. HSG: Pinkenburg 8/5, Jahn 5, Rohrssen 3, Göing 2, Schmidt 2, Strothmann 1, Renn 1, Brockmann 1, Nagel 1. hga