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GWD Minden besiegt HSG Wetzlar

Handball/Bundesliga GWD Minden besiegt HSG Wetzlar

Das war Christmas-Rock der anderen Art und ein versöhnlicher Jahresabschluss: Die Handballer des Erstligisten TSV GWD Minden haben im Duell mit der HSG Wetzlar alle Besinnlichkeit abgelegt und das Duell mit dem Tabellennachbarn durch eine bärenstarke Willensleistung mit 26:24 (12:13) verdient gewonnen. „Ich bin froh, dass wir das blöde Spiel in Lübbecke zumindest punktemäßig vergessen machen konnten“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, der aber auch einräumte, dass es nach der 22:29-Niederlage im Derby nicht leicht gewesen sei, über die Feiertage die nötige Spannung aufzubauen.

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Jubel: Die Handballer von GWD Minden freuen sich über zwei Punkte, Torhüter Espen Christensen (links) und Rückraumspieler Nenad Bilbija genießen den Augenblick. Fotos: Kläfker

Minden.  Das klappte bei den Gastgebern vor der Pause dann auch nicht optimal. Vor allem im Angriff wurden gute Möglichkeiten liegengelassen, was nach einer 1:0-Führung in einem knappen 12:13 zur Pause endete. Mit Christoffer Rambo hatten die Mindener aber die überragende Figur in ihren Reihen, die einen größeren Rückstand verhinderte. Der Linkshänder spielte im Angriff durch, erzielte zwölf Tore und übernahm – je einem von Aleksandar Svitlica und Lukas Zvizej verworfenen Versuchen – auch die Verantwortung vom Siebenmeterpunkt. „Er hat uns getragen. Zusammen mit starken Torhüter-Leistungen war das die Initial-Zündung“, erklärte Carstens.

 Auf der anderen Seite glänzte HSG-Kreisläufer Jannik Kohlbacher, der die Räume nutzte, die die aus Respekt vor dem Rückraum der Hessen vorgerückte GWD-Abwehr anbot. Der Angriff der Hessen geriet aber zunehmend ins Stottern, was den Wetzlarer Coach Kai Wandschneider auf die Palme brachte: „Tore aus dem Rückraum sind dann ganz ausgeblieben, so kann man kein Spiel gewinnen.“

 GWD, angetrieben von Sören Südmeier, der den angeschlagenen Spielmacher Dalibor Doder vertrat, wurde immer stärker und brachte auch die Zuschauer hinter sich. Kim Sonne Hansen löste den guten Espen Christensen im Tor ab und wurde zum sicheren Rückhalt. Beim 17:16 durch Miljan Pusica gingen die Ostwestfalen zum zweiten Mal in Führung (42.), die GWD-Fans legten ihre Zurückhaltung ab. „Da war die Halle da, wir waren dem heute nicht gewachsen“, meinte Wandschneider. Nationalspieler Kohlbacher („Wir haben uns im Angriff extrem schwergetan“) biss sich an der aufmerksamen GWD-Defensive zunehmend die Zähne aus, der Rückraum der Gäste blieb weiter stumpf.

 Nach der Führung übernahm GWD komplett das Ruder, nutzte nun auch die Konterchancen besser aus. Rambo baute den Vorsprung beim 19:17 erstmals auf zwei Tore aus, Svitlica legte das 21:18 nach (48.) und schickte anschließend ein Stoßgebet zum Himmel. Der Montenegriner spielte durch und trug durch drei Treffer einen Teil zum Sieg bei. „Trotz der Führung war ich noch nicht mit dem Spiel durch“, sagte Carstens und führte die Chancenverwertung inklusive vergebener Siebenmeter als Begründung an. Rambo war ebenfalls an Benjamin Buric (42.) gescheitert, aber Zvizej behielt knapp neunzig Sekunden vor dem Abpfiff vom Punkt die Nerven – 26:22. „Wir wollten das letzte Spiel des Jahres unbedingt gewinnen und haben viel Tempo gemacht“, erkärte Rambo, „es war ein guter Tag.“

 Es folgt die EM-Pause, das nächste Pflichtspiel bestreiten die Grün-Weißen am Donnerstag, 8. Februar, in Hannover. „Wir freuen uns nach aufregenden Tagen darauf, dass Normalität einkehrt“, sagte Frank von Behren, Sportlicher Leiter bei GWD.uk

Statistik:

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (12/5), Marian Michalczik (4), Aleksandar Svitlica (3), Sören Südmeier (2), Luka Zvizej (2/1), Magnus Gullerud (1), Anton Mansson (1), Miljan Pusica (1); Im Tor: Espen Christensen (1.-32. mit 10 Paraden), Kim Sonne Hansen (32.-60. mit 15 Paraden).
Tore HSG: Maximilian Holst (8/5), Jannik Kohlbacher (7), Kristian Björnsen (2), Kasper Kvist (2), Stefan Cavor (1), Joao Ferraz (1), Alexander Hermann (1), Philipp Pöter (1), Olle Forsell Schefvert (1); Im Tor: Benjamin Buric (1.-60. mit 11 Paraden), Nikolai Weber (bei Siebenmetern). Schiedsrichter: Julian Köppl/Denis Regner
Zuschauer: 2787
Siebenmeter: 5/8: 5/5
Strafminuten: Zvizej (25.), Svitlica (35.) – Klesniks (39., 50.)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1, 2:4 (10.), 5:6 (15.), 7:8 (20.), 10:11 (25.), 11:13 (30.), 14:15 (35.), 15:16, 17:16 (42.), 19:17 (45.), 22:19 (50.), 24:21 (55.), 26:22, 26:24 (60.).

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