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Sport lokal MTV Großenheidorn - HSG Schaumburg Nord
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22:06 26.11.2017
Der MTV Großenheidorn mit Maik Bokeloh (links) gewinnt ein sehenswertes Derby gegen die HSG Schaumburg Nord. Quelle: hga
GROSSENHEIDORN

Das Spiel erfüllte mehr als alle Erwartungen, zwei gleichstarke Mannschaften lieferten sich über 60 Minuten einen intensiven, aber zumeist fairen Schlagabtausch. Die unerwartete Heimniederlage des Tabellenzweiten MTV Vorsfelde setzte dem Ganzen noch einen drauf, jetzt sind die Seeprovinzler der Topfavorit auf die niedersächsische Meisterschaft.

MTV-Coach Marc Siegesmund wirkte nach dem Spiel noch angespannt. „Es ging immer hin und her, mal die vorne, mal wir. Am Schluss haben beide mit zwei Kreisläufern viel riskiert. Ich denke, zuhause kann man so ein Ding schon gewinnen“, erklärte Siegesmund.

Offener Abtausch

In der ersten Halbzeit war es ein offener Abtausch, beide Abwehrreihen waren gut auf den Gegner eingestellt. Über 12:9 (20.) und 13:13 (25.) gingen die Seeprovinzler mit einer knappen 16:15-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel stieg die Spannung im Publikum und der Einsatz auf dem Parkett. Ab dem 20:20 (42.) hatte die HSG-Abwehr ihre stärkste Phase, spielte überragend, die Gastgeber fanden kein Mittel dagegen. Ein Doppelschlag von Philipp Reinsch brachte die 23:20-Führung (45.).

Spitzenspiel in der Oberliga Niedersachsen

Spielverlauf dreht sich

Aber der Spielverlauf drehte sich, als die Gastgeber mit Tempo aus der Abwehr kamen und die HSG Chancen ausließ. Die Stimmung in der Halle schlug hoch, als Florian Degner das 23:23 (48.) erzielte. „Kleinigkeiten haben es entschieden, im Endeffekt muss ich das auf meine Kappe nehmen“, sagte HSG-Coach Sebastian Reichardt. Nach fünf Toren in Folge führte der Gastgeber 25:23 (50.). „Da hätte meine Mannschaft eine bessere Hilfestellung von mir bekommen müssen“, so Reichardt.

Ein Faktor war zu diesem Zeitpunkt MTV-Torhüter René Schröpfer, der vier Chancen nahm und so die big Points im Angriff möglich machte. Die Schlussminuten waren dramatisch, die Halle kochte, als die Gäste von 24:27 (55.) auf 27:28 (58.) verkürzten. Dann entschieden die Unparteiischen 28 Sekunden vor Schluss nach einem Zweikampf zwischen Reinsch und Till Hermann auf Siebenmeter für die Gastgeber. Niklas Hermann war nervenstark genug, verwandelte seinen fünften Siebenmeter zum 29:27. Es folgten hektische Sekunden, Reichardt machte seinem Frust Luft und sah zwölf Sekunden vor dem Ende die rote Karte. 

MTV: N. Hermann 12/5 Siebenmeter, Ritter 5, Degner 4, T. Hermann 3, Buhre 2, Nolte 2, Semisch 1.

HSG: Müller 6, Lüer 5, Hengst 5, Reinsch 3, Graafmann 3/3, Blazek 2, Rose 1, Dohmeier 1, Thieme 1. hga