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Sport lokal Matthias Radtke ist der Unbesiegbare
Sportbuzzer Sport lokal Matthias Radtke ist der Unbesiegbare
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10:45 26.10.2018
Der Unbesiegbare: Matthias Radtke schließt die Saison in der Tischtennis-Bezirksoberliga mit einer Bilanz in Einzel und Doppel von 28:0-Siegen ab. Quelle: seb
Rinteln

Radtke war unbesiegbar und schloss die Serie mit 28:0-Siegen ab. Diese Heldentat spülte ihn auf den Thron. Beim Rintelner Ball des Sports bekam Radtke die Ehrung als Sportler des Jahres 2018.

Für seine Mannschaft, den TSV Todenmann-Rinteln, reichte es aber nur zur Vizemeisterschaft. In der anschließenden Relegation wurde der Aufstieg in die Landesliga verpasst. „Das war eine absolute Ausnahmesaison. Dass du ungeschlagen bleibst, passiert eher selten, denn meist kommt zumindest einer, der dich weghaut“, erklärt der Elektromeister.

Mit zehn Jahren hat Radtke mit dem Tischtennis angefangen, und er wusste sofort: „Das ist meine Sportart.“ Kein Wunder, denn das Spiel mit dem Zelluloidball hat er im Blut. Seine Mutter Ruth war eine sehr starke Tischtennisspielerin. Unter ihrem Mädchennamen Budde spielte sie für die Rintelner in der 1. Bundesliga.

Radtke ging viele Jahre für den TSV Fuhlen auf Punktejagd, war in der Oberliga und Verbandsliga erfolgreich. Seit fünf Jahren zieht er das Trikot des TSV Todenmann-Rinteln an. „Ich musste wegen meiner Meisterschule kürzertreten, deshalb bin ich nach Todenmann-Rinteln gewechselt“, verrät die Nummer eins des TSV. Er fühlt sich in seinem Verein pudelwohl. „Wir haben einen super Teamgeist, deswegen spiele ich ja auch so gerne Tischtennis“, sagt Radtke. Man stehe zwar meist alleine am Tisch, aber jeder Sieg zähle für die Mannschaft. „Das ist das Schöne“, verrät die Nummer eins des TSV Todenmann-Rinteln.

Sein Rückhand-Top-Spin-Schuss ist eine richtige Waffe. Das ist sein Paradeschlag. Aber die Gegner kennen ihn. „Sie spielen mir oft auf die Vorhand. Aber ich war in der Vorsaison gut in Form, weil ich viel trainieren konnte, dann bin ich zwei Klassen besser als untrainiert“, berichtet Radtke, der aktuell einen QTTR-Wert von 1930 hat. Er lag auch schon bei 2000. Der Routinier kann sich in brenzligen Situationen auf seine Erfahrung verlassen. „Ich weiß, was zu tun ist, wenn es eng wird“, sagt Radtke.

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit ist Radtke in der neuen Serie bereits nach dem dritten Einzel los. Beim 9:1-Erfolg seines TSV in Sarstedt erwischte es ihn im ersten Einzel. Die Erklärung liefert Todenmanns Spitzenspieler gleich mit: „Eine neue Freundin, ein Hausbau, da leidet das Training – und prompt stimmt die Beinarbeit nicht mehr.“ Für den TSV wird es eine ruhige Saison. Mit dem TSV Algesdorf II und TTS Borsum II gibt es zwei turmhohe Favoriten für den Aufstieg. Die Todenmanner müssen dagegen im Mittelkreuz auf Sinan Boga und Paul Albrecht verzichten. „Wenn alles super läuft, dann werden wir Dritter oder Vierter. Aber das ist kein Beinbruch. Die Hauptsache ist, wir haben als Mannschaft viel Spaß“, findet Radtke.