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Sport lokal Minden: Großartige Niederlage
Sportbuzzer Sport lokal Minden: Großartige Niederlage
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22:10 04.11.2018
Minden

Über 47 Spielminuten waren die Mindener auf Augenhöhe, dann setzte sich die individuelle Qualität der Norddeutschen durch, die in der erstmals ausverkauften Kampa-Halle ihren achten Sieg in Folge feierten. „Wir waren zum Schluss mit unserem Latein am Ende“, meinte Mindens Geschäftsführer Sport, Frank von Behren. „Ich stecke auch in einem Konflikt, weil wir viel richtig gemacht haben“, meinte GWD-Trainer Frank Carstens über die letztlich viel zu hoch ausgefallenene Niederlage.

Vor 3800 Fans zeigten die Gastgeber großen Kampfgeist, ließen sich von den Emotionen tragen. Trotz 0:3, 3:6 und 7:11 blieben die Mindener dran, fanden im Angriff immer wieder Lösungen, umschifften die Klippe mit dem vorgezogenen Kieler Abwehrspieler Domagoj Duvnjak mit viel Tempo. Beim 16:16 glich Mats Korte erstmals aus (27.). „Wir haben in dieser Phase viele Fehler gemacht, ohne Druck gespielt und die Mindener zu Kontertoren eingeladen“, sagte THW-Coach Alfred Gislason. Dank der starken Patrick Wiencek und Duvnjak brachte der THW einen 19:17-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Mindener ihre beste Abwehrarbeit der Saison, so Carstens. Christoffer Rambo brachte die Ostwestfalen erstmals in Führung – 21:20 (34.). Als Luka Zvizej per Siebenmeter sogar auf 24:22 stellte, schien es einer dieser Tage mit besonderem Drehbuch zu werden (39.). Aber die Kieler stellten jetzt Nationalspieler Andreas Wolff ins Tor. „Mit ihm und unserer 6:0-Deckung haben wir es geschafft, uns rauszuarbeiten“, meinte Gislason. Zudem trafen jetzt Duvnjak, Wiencek und Lukas Nilsson wie Uhrwerke. Beim 25:27 kippte das Spiel endgültig, GWD bekam keinen Zugriff mehr (47.). „Ihre Deckung war dann besser als unsere“, meinte der Mindener Coach. Trotz der nun fehlenden Gegenwehr belohnten die Zuschauer die großartige Leistung mit stehenden Ovationen. „Das kurz vor Schluss und bei so einem Rückstand – da ist wohl niemand enttäuscht nach Hause gegangen“, meinte von Behren. Und das größte Lob kam aus dem Mund von Gislason: „Vor einem Jahr hätten wir das Spiel verloren – aber wir sind stabiler geworden.“