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Mit furioser Aufholjagd zu Bronze

Leichtathletik / Senioren-WM in Lahti Mit furioser Aufholjagd zu Bronze

Rinteln (cwo.). Bei den 18. Senioren-Weltmeisterschaften der Leichtathleten im finnischen Lahti hat der Rintelner Mehrkämpfer Horst Schäfer den deutschen Leichtathletik-Verband vertreten. Im Lahti-Sportzentrum, das als Skisprung- und Biathlonwettkampfstätte international bekannt ist, trat Schäfer im Zehnkampf, Speerwerfen und 300 Meter-Hürdenlauf an. Insgesamt tummelten sich an zwölf Wettkampftagen 4947 Senioren-Leichtathleten aus 88 Ländern in der sportbegeisterten Stadt. Am Ende bejubelte der Rintelner Oldie eine Bronzemedaille im Zehnkampf.

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Konzentriert: Horst Schäfer erkämpft sich WM-Bronze im Zehnkampf.

Als erster Wettkampf stand für den Athleten der VT Rinteln der Zehnkampf auf dem Programm. Nach dem ersten Wettkampftag belegte Schäfer unter 13 Athleten aus sieben Nationen einen guten 5. Platz. Er lief dafür bei leichtem Gegenwind die 100 Meter in 15,16 sekSekunden, sprang 4,14 Meter weit, stieß die Kugel 10,12 Meter, sprang 1,27 Meter hoch und lief die 400 Meter in 73,52 Sekunden.

Am zweiten, für ihn stets besseren Wettkampftag begann Schäfer eine furiose Aufholjagd, die ihn noch auf Rang drei und damit in die Medaillenränge bringen sollte. Mit 18,70 Sekunden über 100 Meter Hürden, der zweitbesten Zeit aller Mehrkämpfer, schob er sich zum ersten Mal in die Medaillenränge vor. Diese Position verteidigte er mit einem guten Diskuswurf auf 34,21 Meter gegenüber dem Finnen Kyösti Poutiainen. Im Stabhochsprung schob sich dann aber der Spezialist Poutianen mit übersprungenen 2,90 Metern an Schäfer, der 2,20 Meter überquerte, vorbei. Auch nach dem Speerwerfen (34,96 Meter) blieb der VTR-Allrounder in Lauerstellung auf Rang vier.

Erst der abschließende 1500-Meter-Lauf brachte die endgültige Entscheidung über die Medaillenvergabe. Der in der Gesamtwertung von der ersten Disziplin an deutlich führende Deutsche Rolf Geese, schlug vom Start weg ein sehr hohes Tempo an, überquerte nach 5:50,10 Minuten als Erster die Ziellinie und wurde unangefochten Weltmeister. Mit 8264 Punkten stellte Geese einen neuen Zehnkampf-Weltrekord für die Altersklasse M 65 auf. Schäfer ging das Rennen ebenfalls sehr beherzt an, war ihm doch klar, dass er eine schnelle Zeit laufen musste, um in die Medaillenränge vorzustoßen. Schäfer führte drei Runden lang das Verfolgerfeld hinter Geese an, wurde dann aber 300 Meter vor dem Ziel vom Finnen Poutiainen überholt. Schäfer konterte mit einem starken Zwischenspurt und kam bis auf wenige Meter an den Lokalmatador heran. Mit der fünftbesten 1500-Meter-Zeit (6:32,82 Minuten) und der daraus resultierenden Gesamtpunktzahl von 6463 Punkten schob sich Schäfer auf Rang drei vor. Der bis vor dem 1500-Meter-Lauf auf dem 2. Platz liegende Deutsche Josef Halder fiel durch einen schwachen Lauf auf Rang vier zurück. „Ein toller Erfolg“, freut sich Schäfer über seine Podestplatzierung. „Das letzte Mal, dass ich eine so gute Platzierung auf internationaler Ebene erreicht habe, liegt viele Jahre zurück. Das war 1994 im spanischen San Sebastian.“ Dort hatte Schäfer ebenfalls den Bronzerang im Zehnkampf erreicht.

Außer beim so erfolgreichen Zehnkampf trat Schäfer in Lahti auch im Speerwerfen und 300-Meter-Hürdenlauf an. Im Speerwurf-Wettbewerb der Spezialisten freute sich der Rintelner mit 38,18 Metern in der Qualifikation über den Einzug in das Finale der besten zwölf Athleten. Dort erreichte er mit 37,08 Metern Rang elf. Über 300 Meter Hürden blieb Schäfer nach den vorangegangenen Kräfte zehrenden Tagen der Einzug ins Finale verwehrt. Mit 53,38 Sekunden verpasste er als Vorlauf-Neunter das Finale der Top-Acht. 

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