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23:11 24.03.2017
Quelle: rg

Bei den Frauen gab es eine Überraschung: Mit großem Vorsprung setzte sich Ida Luise Niederdorf von der TG Schaumburg durch. Die Dressurreiterin vereinigte 45,31 Prozent der Stimmen auf sich und verwies die Handballerin Nathalie Renn (HSG Schaumburg Nord) und Trampolinturnerin Henrieke Rathkolb auf die Plätze. Die Deutsche Meisterin Merle Homeier schaffte nicht den Sprung auf das Treppchen.

Die Konkurrenz bei den Herren gewann der Kunstturner Jan-Niklas Rolfes (VT Rinteln) vor dem Reiter Niclas Baule (RZuFV Stadthagen) sowie Hammerwerfer Sören Hilbig (VfR Evesen). Mit Kampfsportler Paul Knauthe scheiterte auch hier ein Deutscher Meister und erreichte Rang vier.
Schaumburger Mannschaft des Jahres wurden die Frauenfußballerinnen der SG Rodenberg. Der Kreismeister setzte ich gegen die Kunstturner der VT Rinteln und die Tischtennis-Spieler des TSV Algesdorf durch.

Der festlich geschmückte Rathaussaal war erstmals ausverkauft. Hausherr und Sparkassen-Vorstand Oliver Schiller begrüßte die Gäste, hob die Wichtigkeit des Schaumburger Sports hervor: „Heute sollen die Leistungen nochmals besonders gewürdigt werden.“

Nun gingen die Moderatoren Jörg Nitsche (Sparkasse Schaumburg) und Guido Scholl (SN) in die Vollen, führten humorvoll und kurzweilig durch das Programm. Da die ersten Drei jeder Kategorie nicht wussten, welche Platzierung sie erreicht hatten, knisterte es im Saal. „Wir machen es bis zum Ende spannend“, sagte Scholl.

Als Erste durfte Niederdorf auf die Bühne, die mit ihrem Pferd Dressman lieber Traversen reitet, als im Feld zu galoppieren. „Das Pferd ist darauf spezialisiert und es macht mir auch mehr Spaß“, ging die Dressurreiterin den Gags von Moderator Scholl („Ihr macht da so ulkige Sachen. Ich kenne nur Bibi und Tina.“) geschickt aus dem Weg, meisterte das Interview genauso souverän wie den Parcours.
Bei den Männern hatte Jan-Niklas Rolfes die Nase vorn. „Ich beherrsche alle Geräte“, meinte der Kunstturner und erntete ein heiteres Raunen seiner Mannschaftskameraden. „Gut, Bodenturnen mag ich nicht so“, gab der Rintelner mit einem Grinsen im Gesicht zu.

Der Drittplatzierte Sören Hilbig verriet, dass er schon als kleines Kind einen Hammer hinter sich hergezogen hat, da war der Werdegang klar: „Ich stehe mit meiner Bestleistung einen Meter hinter meiner Mutter, das will ich noch schaffen“, sagte der Hammerwerfer vom VfR Evesen. Zur Erklärung: Mama Kirsten erreichte bei den Olympischen Spielen in Sidney die Bronzemedaille.

Richtig voll wurde die Bühne bei der Ehrung der Mannschaften. Den Sieg räumten die Fußballerinnen der SG Rodenberg ab. Trainer Andreas Schrader, er wurde am Donnerstag Vater, ließ sich von Jugendleiter Axel Depping vertreten. „Es ist natürlich ein Mädchen“, verriet Depping, der den tollen Teamgeist der Mannschaft hervorhob. Die SGR liegt in der Bezirksliga aktuell auf dem ersten Platz. „Wir haben zwar sechs Punkte Vorsprung, sind aber noch nicht aufgestiegen“, so Depping.

Die Tischtennis-Cracks des TSV Algesdorf haben bereits heute ein wichtiges Spiel in der Verbandsliga. Da könne man nicht so lange bleiben, verriet Spielertrainer Lars Petersen. „Aber für ein paar Minuten Gespräch mit Elisabeth Seitz reicht die Zeit noch“, meinte der Coach.

Eine sehenswerte Showeinlage, die viel Applaus bekam, lieferten die Turner der VT Rinteln ab – Akrobatik und Salti auf der Rathaussaal-Bühne. uk