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Sport lokal Newcomer im Höhenflug
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20:48 08.10.2017
Erst seit zwei Jahren dabei und schon Extraklasse: Oliver Bax sorgt in der Kunstflugszene für Furore. Quelle: peb
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STADTHAGEN

Der 23-Jährige aus Stadthagen ist Kunstflieger – und ein Ass. Nach der deutschen Meisterschaft im Jahr 2016 feierte der Newcomer im August dieses Jahres seine zweite Meisterschaft bei den Titelkämpfen in Gera.

 „Kunstflug ist eine Kunst! Es hat nichts damit zu tun, risikobereite und extrem gefährliche Flugmanöver in tiefer Höhe zu fliegen oder zu zeigen, was für ein toller Pilot man ist, und sich Sachen traut, die sich sonst Keiner traut“, beschreibt der Luft- und Raumfahrtingenieur sein cooles Handeln. „Wenn ich im Kunstflugzeug sitze, bin ich die meiste Zeit sehr entspannt und ruhig. Man versucht, mit dem Flugzeug zu verschmelzen und eine Einheit zu bilden. Sobald man unruhig wird oder übermotiviert ist, passieren kleine Fehler, die sich aber enorm im Punktergebnis widerspiegeln. Die Konzentration wird falsch aufgeteilt, der Blick wandert durchs Cockpit und man konzentriert sich nicht mehr hundertprozentig auf wesentliche Faktoren, die im Training 100-fach trainiert worden sind.“

 Schon mit zehn Jahren saß Bax neben seinem Vater im Cockpit eines Motorflugzeuges. Mit 14 Jahren begann er beim LSV Rinteln mit dem Segelfliegen, mit 17 Jahren steuerte er zum ersten Mal einen Motorflieger. Nach dem Abitur im Jahr 2012 studierte er in Osnabrück und Bristol Luft- und Raumfahrttechnik. 2017 schloss er das Studium ab.

 Zum Kunstflug kam Bax durch seinen Vater. Ende 2015 absolvierte er eine Ausbildung zum Kunstflugpiloten. Seit dem Frühjahr 2016 nimmt er an Meisterschaften teil. Schon bei seinem ersten Auftritt bei den deutschen Meisterschaften sorgte der Youngster für Furore und siegte in der Sportsman-Klasse, der Anfängerklasse der Kunstflieger. Das Supertalent stieg mit diesem Erfolg in die Intermediate-Klasse auf und holte sich in dieser Klasse ebenfalls den Titel. Damit erwarb er sich die Startberechtigung für die Advanced-Klasse, in der er im nächsten Jahr auf Titeljagd geht.

 „Ich stehe vor einer Entscheidung mit großer Tragweite. In der zweithöchsten Klasse, der Advanced-Klasse, kann man als Hobbyflieger noch bestehen. Um aber in der Unlimited-Klasse erfolgreich zu fliegen, muss ich Profi werden“, blickt Bax in die Zukunft. „Das kann ich nur, wenn mich Sponsoren unterstützen. Und die sind rar gesät.“

 Der zeitliche Aufwand für das Kunstfliegen ist immens. Vor Meisterschaften ist Bax 70 Tage lang regelmäßig in der Luft. Trainingsort ist ein kleiner Flugplatz in der Nähe von Berlin. „Wegen der Lärmbelästigung bekommen wir anderswo keine Starterlaubnis.“ Und im Winter kann häufig nur im südlichen Europa trainiert werden. „Der Aufenthalt in Spanien oder Südfrankreich ist kostspielig.“ Um für das Fliegen fit zu sein, geht es regelmäßig zum Krafttraining ins Fitnessstudio, die Ausdauer holt sich Bax durch Laufen und Radfahren.

 Das etwa siebenminütige Kunstflugprogramm wird in einer virtuell am Boden markierten Box mit 1000 x 1000 x 1000 Meter geflogen. Die Meister ihres Faches ziehen ihre Maschine erst 100 Meter über dem Boden wieder hoch. Ausfliegen aus dieser Box wird mit Strafpunkten geahndet und kann bis zur Disqualifikation führen.

 In einem Wettkampf bekommt der Pilot erst wenige Stunden vor dem Flug einen Zettel mit dem zu fliegendem Programm ausgehändigt. Nun muss er sich das Programm verinnerlichen und es am Boden „durchfliegen“. „Jede freie Minute fliege ich das Programm mental an einem Wettkampftag mehrfach durch.“ Bei bis zu fünf Wettbewerbstagen ist dies für die Piloten eine immense mentale Anstrengung.

 „Kunstflug ist für mich das Streben nach der perfekten Beherrschung eines Fluggerätes und die Ausführungen von hochkomplexen Flugfiguren. Man muss ein gewisses Gefühl für das Flugzeug entwickeln. Wetter und Windfaktoren müssen zusätzlich beachtet und korrigiert sowie frühzeitig in die Steuerbefehle einbezogen werden. Somit gehört eine gute dreidimensionale Vorstellungskraft zum Know-how eines exzellenten Kunstflugpiloten.“ pep

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