Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -10 ° Schneeschauer

Navigation:
Pechsträhne zerschlägt die Träume

Neuzugang strebt Trainerschein an Pechsträhne zerschlägt die Träume

Beim 31. Staatsbad-Pokal-Schwimmfest hat der Ausrichter mit Christoph Stierand einen überaus erfolgreichen Rückenschwimmer als Neuzugang präsentiert. Der 18-jährige Pohler sammelte gleich viele gute Plätze ein. Stierand gehört noch immer zu den stärksten Schaumburger Nachwuchsschwimmern.

Voriger Artikel
Traumstart für Bückeburger Basketballer
Nächster Artikel
Newcomer im Höhenflug

Christoph Stierand

Quelle: hga

BAD NENNDORF. Über die Distanzen von 50 Meter, 100 Meter und 200 Meter verzeichnete der Schüler unter anderem den Gewinn der norddeutschen Meisterschaft über 50 Meter. Dazu kamen mehrere Finalteilnahmen bei Meisterschaften. In diesen Finalläufen trafen jeweils die bundesweit besten zehn Schwimmer eines Jahrgangs aufeinander. Mehrfach gewonnene Titel als Landes- und Bezirksmeister komplettieren die Erfolgsliste.

 Stierand besucht die KGS Hemmingen, eine Sportschule, die mit dem Olympiastützpunkt in Hannover kooperiert. Die Anfänge liegen in Hildesheim, mit vier Jahren lernte er zu schwimmen, als Siebenjähriger begann er mit dem Training beim VfV Hildesheim. Drei Jahre später zog die Familie nach Pohle, der jetzt Zehnjährige wollte beim VfL Bad Nenndorf seine Karriere fortsetzen.

 Doch Andreas Tölke, Spartenleiter/Schwimmen beim VfL, gab den Rat, sich doch besser in Richtung Hannover zu orientieren. In Bad Nenndorf waren die Trainingsmöglichkeiten entsprechend Stierands Talent nicht vorhanden. So schloss sich er sich den Wassersportfreunden 1898 Hannover an. Auf der KGS in Hemmingen ergab sich die Möglichkeit, die Schulzeit aufgrund der Sportförderung zu strecken.

 Von 2012 bis 2017 gehörte Stierand dem Olympiastützpunkt an, dann erwischte ihn eine Pechsträhne. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres wird er mehrfach krank, dazu noch einmal zwei Wochen direkt vor den deutschen Meisterschaften. „Der Rückstand zur Spitze war nicht mehr aufzuholen“, sagt der Pohler, der trotzdem bei den Titelkämpfen im Jahrgang 1999 teilnahm. Der elfte Platz über die 50 Meter waren enttäuschend, ein Jahr zuvor war es noch der vierte Platz, dazu Finalteilnahmen über 100 und 200 Meter.

 Erhöhte Qualifikationsanforderungen für den Verbleib im Stützpunkt waren der vorläufige Schlusspunkt. „Mir war die Schule erst einmal wichtiger“, begründet Stierand die Entscheidung, sich aus dem Leistungssport mit 26 Trainingsstunden pro Woche zurückzuziehen. Der 18-Jährige wechselte zum VfL, schloss sich zusätzlich den Rettungsschwimmern bei der DLRG in Lauenau an. Aktuell läuft die Phase des Abtrainierens mit acht Stunden Training pro Woche. Beim VfL gibt er sein erworbenes Wissen über Training und Wettkampf an den Nachwuchs weiter.

 In 2018 soll der Trainerschein folgen. Irgendwo steht da aber noch das Ziel, im kommenden Jahr doch noch einmal die deutschen Meisterschaften anzuvisieren. Allerdings würde das eben wieder ein umfangreiches Training erfordern. Stierand bleibt gelassen: „Es kann alles passieren.“ hga

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie tolle Tagestipppreise. Auf den Gesamtsieger der Saison 2017/18 wartet ein attraktiver Hauptgewinn. mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.