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Evesens Extravaganzen werden bergmännisch gesühnt

Evesens Extravaganzen werden bergmännisch gesühnt

Von Jörg Bressem

Bergmann trifft in letzter Sekunde zum Hagenburger 2:2-Ausgleich Fußball.

Ein ganz schräges Bezirksligaspiel, das da am Sonnabend beim TSV Hagenburg über die Bühne ging.

Die Platzherren konnten das 2:2 gegen den VfR Evesen selbst kaum erklären. „Ich habe mich schon beim Kollegen Thorsten Westenberger entschuldigt“, erklärte Hagenburgs Spielertrainer Christoph Lempert.

Was war passiert? Evesen hatte im Derby eine richtig starke Leistung gezeigt und lag sieben Minuten vor Spielende mit 2:0 vorne – das ist die positive Seite. Negativ war, dass die Gäste eigentlich 5:0 oder 6:0 hätten führen müssen, so überlegen, wie sie waren. Mit dem Unentschieden und dem Ausgleichstor in letzter Sekunde wurden sie in brutalster Weise für ihren ausschweifenden Umgang mit besten Torchancen bestraft. „Evesen hätte schon zur Halbzeit 4:0 führen müssen“, bestätigte Lempert bereitwillig. Stattdessen reichte es mit Mühe zu einem 1:0-Pausenvorsprung durch das Freistoßtor von Stanislav Gutsch aus der 21. Minute. Mit links und aus dem Fußgelenk traf er aus 22 Metern. Was Evesen ansonsten an Chancen versiebte, war nicht mehr feierlich. Es war bezeichnend, dass Caglayan Tunc mit dem Pausenpfiff einen Elfmeter in Richtung Meer über die Latte drosch.

In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter, obwohl Hagenburg nun zumindest optisch halbwegs mithalten konnte. Chancen besaß aber allein der VfR. Deshalb wirkte das 2:0 von Yannik Brandhorst nach Zuspiel von Tunc in der 73. Minute bereits wie die Entscheidung. Evesen war zu deutlich überlegen, Hagenburg war zu harmlos. Das mag der Grund gewesen sein, dass selbst nach dem 1:2-Anschlusstreffer der Platzherren durch Denes Aust in der 83. Minute kaum Zweifel am Sieg des VfR aufkamen.

Dann aber die letzte Minute der Nachspielzeit: Hagenburgs Torwart und Kapitän Daniel Beißner ging mit nach vorne und setzte damit ein wichtiges Signal des Widerstands. Eine Ecke kam herein, viele stiegen hoch, auch Beißner trug zur allgemeinen Verwirrung bei. Mehrmals ging die Kugel von Kopf zu Kopf, Evesen bekam ihn nicht aus der Gefahrenzone heraus. Plötzlich war der Ball drin. Ob ausgerechnet Hagenburgs 35-jähriger Oldie Stephan Bergmann ihn ins Tor geschossen hatte, war schwer zu erkennen. „Ja, ich war es“, freute er sich nach Spielschluss. Lempert hatte den Innenverteidiger erst vor zwei Wochen als unverzichtbar für den TSV erklärt und wurde nun bestätigt. TSV:

Beißner, Bergmann, Pape (46. Chwalek), Tieste (76. Bruns), Frercks, Scholz, Walter, Lempert, Denes Aust, Dreier, Oltersdorf. VfR:

Teske, Paasch, Menze, Kummert, Tarak, Günes (83. Korzmazyigit), Brandhorst, Adsiz, Tunc, Walat, Gutsch.

Ein Video zum Spiel finden Sie im Internet auf www.sn-sportbuzzer.de

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