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Sportbuzzer-Zulieferung Im besten Fußballeralter
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17:00 08.08.2016
Wilhelm Sieker (hintere Reihe, Mitte) freut sich über die Neuzugänge Ivo Kirasic (hinten links), Dennis Kirasic (hinten rechts), Benedikt Eckel (vorne, von links) und Frederik Meier.

Aber es ist wie verhext, regelmäßig geht dem SVE in der Schlussphase der Saison die Puste aus. „Das liegt aber nicht an der Kraft“, ist sich Trainer Wilhelm Sieker sicher. Das Fleisch war willig, doch der Geist war schwach. Es fehlte in den entscheidenden Spielen die mentale Frische, um dem SV Obernkirchen 2015 oder dem TSV Algesdorf 2016 auf der Zielgeraden Paroli zu bieten.

Das liegt auch an der Spielweise des letztjährigen Vizemeisters. Der SV Engern ist keine Mannschaft, die den Gegner spielerisch auseinandernimmt. „Wir müssen für unsere Siege immer an die Leistungsgrenze gehen und alles abrufen. Das ist sehr kräftezehrend und dann fehlt halt manchmal die geistige Frische“, erklärt der Engeraner Erfolgstrainer. Das ist aber Klagen auf hohem Niveau. Der SVE hat sich unter Sieker in den vergangenen vier Jahren in der Spitzengruppe der Kreisliga etabliert. Die Jungs geben alles, vergessen aber nur zu oft, den Sack rechtzeitig zuzumachen. „Wir hätten einige Körner sparen können, wenn wir oftmals schneller den Sieg eintüten würden“, fordert Sieker. Das Team führe 2:0, mache aber nicht das dritte Tor, sondern kassiere den Anschlusstreffer, dann sei zittern und kämpfen angesagt, um den Dreier über die Zeit zu retten, nennt Sieker als Beispiel. „Wir müssen die Spiele rechtzeitig entscheiden“, fordert der SVE-Trainer.

Auch der schmale Kader im Vorjahr habe für den Einbruch gesorgt. „In der letzten Saison hatte ich 12,13 Spieler, jetzt stehen mir 20 oder 21 zur Verfügung. Der Kader ist breiter geworden, das wird sich bemerkbar machen“, ist sich Sieker sicher. Jeder Spieler sei wichtig, durch den Konkurrenzkampf könne sich keiner seiner Jungs hängen lassen. „Wenn es mal bei einem Spieler nicht läuft, kann ich nun dagegensteuern und gleichwertigen Ersatz von der Bank bringen. Das ist ein großer Vorteil zur Vorsaison“, glaubt der SVE-Coach.

Die mannschaftliche Geschlossenheit ist nach wie vor der Faustpfand des Vizemeisters. Der Coach hat viele Möglichkeiten. Ob Mario Cimino, Christopher Marth, Michael Deisner, Oliver Watermann, Patrick Ruhe, Denis Stapel oder Dennis Kirasic, das Mittelfeld und der Angriff kann mit vielen Spielertypen sehr variabel besetzt werden. Und auch die Defensive ist mit Kai Moch, Paul Albrecht und Ivo Kirasic überragend. Zudem scheint der neue Keeper Frederik Meier ein Glücksgriff zu sein. Er muss in die großen Fußstapfen von Torwartikone Michael Zerbst treten, der seine Karriere beendet hat und als Torwarttrainer fungiert. Sollte Meier mal ausfallen, würde der bald 40-jährige Zerbst aber ins Tor zurückkehren. „Frederik ist sehr fleißig und macht seine Sache ausgezeichnet“, freut sich Sieker.

In der Vorbereitung hat der SVE-Coach zwei Gewinner ausgemacht. Nach einjähriger Verletzungspause hat Simon Whalley wieder den Anschluss geschafft und ist eine weitere Alternative für die Abwehrkette. Yannick Scheermann ist aus der Defensive nicht mehr wegzudenken. „Er ist griffig, aggressiv und laufstark. Er hat sich toll entwickelt“, lobt der SVE-Coach.

Damit der große Wurf gelingt, muss der SV Engern noch mehr Konstanz in seine Leistungen bringen. „Wir haben zu viele Schwankungen. Mal sind 20 Minuten mies, dann eine Halbzeit oder ein ganzes Spiel. Dann folgen wieder eine Serie von Spielen, da sind wir dann Weltklasse. Einen Gang zurückschalten ist in Ordnung, aber richtige Minusleistungen können wir uns nicht erlauben“, stellt Sieker klar. Dafür sei die Kreisliga zu ausgeglichen.

Die Höhenluft schmeckt dem SV Engern. Deshalb will der Coach mit seiner Elf auch in der neuen Serie oben mitmischen. „Wenn ich Platz sieben ausgeben würde, das wäre nicht glaubhaft. Die Jungs kommen ins beste Fußballeralter, also greifen wir wieder an“, ist Sieker optimistisch. Der Erfolgstrainer sieht keinen Überflieger in der Kreisliga. Zu den Favoriten zählen die üblichen Verdächtigen wie der SC Auetal, FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen und TSV Eintracht Exten. „Richtig stark sehe ich SW Enzen. Sie haben sich mit Top-Leuten aus der Bezirksliga verstärkt“, reicht Sieker die Favoritenrolle an die Schwarz-Weißen weiter.

Sven Mingram.

Torhüter:

Florian Mehrens, Henning Witt.

08.08.2016

VON HEINZ-GERD ARNING

Eins und elf ergibt vier: Der Kreisligist TuS Niedernwöhren lernte in der Endabrechnung der Saison 2015/16 eine ganz eigene neue Formel.

08.08.2016

Trainer:

Dirk Sölter

Ko-Trainer:

Uwe Kerkmann, Frederik Hansel

Kader:

Jannik Späth, Viktor Kisel, Marcel Kasseck, Jörn Petersohn, Christopher Schulz, Lukas Stötzner, Marvin Daus, Marius Brösche, Tim Hoffrichter, Jakob Bindernagel, Tobias Hellmanns, Niko Rüffer, Slavisa Popovic, Kalle Rahn, Daniel Engwer, Myles Barrabas, Jonas Blatt, Tjark Sölter, Nils Hochmuth, Julian Müller

Zugänge:

Christopher Schulz (TuS Südhorsten), Viktor Kisel, Tobias Hellmanns, Jakob Bindernagel (TuS Lüdersfeld), Lukas Stötzner, Marvin Daus, Marius Brösche, Tim Hoffrichter (eigene Jugend)

Abgänge:

Jan und Luca Wischhöfer (beide FSG Pollhagen), Sebastian Schmidt, Joshua Kahlert, Bennet Blume (TuS SW Enzen)

Favoriten:

SV Engern, TSV Eintracht Exten, FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen, SC Auetal

Saisonziel:

einstelliger Tabellenplatz

Prognose:

Der TuS hat trotz der Abgänge ausreichend Potenzial im Kader, um in der Spitzengruppe mitzuspielen.

08.08.2016