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17:40 27.09.2018
Timo Kuhnert (vorne) ist Kapitän beim FC Stadthagen. Quelle: dak
von jörg bressem LANDKREIS

Wir beleuchteten mit zwei erfahrenen Spielern die Lage: Der Enzer Tim Schwarze (28) und der Stadthäger Timo Kuhnert (25) gegen im Interview Auskunft. Außenverteidiger Schwarze kommt aus Hannover nach Enzen. Der Bankkaufmann arbeitet im IT-Serviceunternehmen der Sparkassen nahe der Messe und wohnt seit zwei Jahren im schönen Stadtteil List. Kuhnert ist Zeitsoldat und im Stadthäger Spiel ein kämpferisches Vorbild. Der Innenverteidiger übernimmt auch im Aufbau als Kapitän gerne Verantwortung. Timo Kuhnert, der FC Stadthagen ist seit sechs Spielen ohne Sieg und schoss die wenigsten Tore. Wird es schon wieder eine Zitter-Saison?

Kuhnert:

Ich mache mir diesmal weniger Sorgen. Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir jetzt nämlich echten Teamgeist. Die jungen, neu hinzugekommenen Spieler sind charakterlich top, können aber im ersten Herrenjahr noch keine Leistungsträger sein. Mannschaften wie Koldingen, Evesen oder Halvestorf haben derzeit noch mehr individuelle Klasse als wir, aber ein Spiel wie das am Sonntag hätten wir in der letzten Saison mit 0:6 verloren. Nach dem Rücktritt von Oliver Nerge im Juni musste die Mannschaft auf den Drücker fieberhaft zusammengebastelt werden. Die Frage ist, ob Sie bezirksligatauglich ist.

Kuhnert:

Davon bin ich überzeugt. Wir siegten im Derby gegen Enzen, hätten gegen Ihme-Roloven gewinnen müssen und spielten gegen Rinteln auf Augenhöhe. Viele machbare Gegner kommen noch. Wie läuft es mit dem neuen Trainer Thorsten Rinne?

Kuhnert:

Er ist ein Glücksfall für uns. Selbst ich als älterer Spieler habe von ihm schon viel gelernt. Vor allem aber sind wir ständig mit 15, 16 Mann beim Training. In der letzten Saison waren es sieben oder acht. Die ersten Wochen machten mir mehr Spaß als die vielen Monate davor. Unser Training wird sich auszahlen, da bin ich mir sicher. Einige ältere Spieler scheinen das nicht so zu sehen, etwa Chris Hope oder Jan Carganico.

Kuhnert:

Der Trainer erwartet, dass alle mitziehen und ist da gradlinig. Genau das haben wir hier lange vermisst. Natürlich ist mit den jungen Spielern eine neue Konkurrenz da und es werden Stammplätze streitig gemacht. Manche haben damit ein Problem. Damit bloß kein falscher Eindruck entsteht: Jan Köpper ist voll im Team. Ihr Tipp für das Derby gegen den VfL Bückeburg II.

Kuhnert:

Unsere bisherigen Ergebnisse täuschen. Wir gewinnen mit 2:1. Tim Schwarze, Schaper, Thiemann, Schölzel, Schmidt, Faul, Horstmann, Mücke, Schröder, Kahlert, Pluta, Schwarze – das war die Startelf vom letzten Sonntag. Allesamt Spieler, die den Anspruch haben, Bezirksliga zu spielen. Werden die Personalprobleme in Enzen nicht arg überthematisiert?

Schwarze:

Okay, wir haben eine Mannschaft voll bekommen, aber es gibt auch eine qualitative Sicht. Zentrale Spieler wie Kevin Wöbbeking oder Kevin Gottwald sind für uns kaum zu ersetzen. Renke Mücke und Joshua Kahlert reisen weit an und sind in der Woche nicht beim Training. Insofern ist der Hinweis auf unsere riesigen Personallücken absolut berechtigt. Irritierend ist aber, dass Enzen in der Rückserie der letzten Saison schon mal eine rätselhafte Leistungsdelle hatte – damals noch mit voller Kapelle.

Schwarze:

Erklären kann ich das auch nicht. So etwas hat eine Eigendynamik. Es fängt mit ein oder zwei schlechten Ergebnissen an und es geht mit Verunsicherung und Nachdenklichkeit weiter. In der letzten Saison kam hinzu, dass wir es durch die Kreismeisterschaft wohl nicht mehr gewohnt waren, mit Misserfolgen umzugehen. Und wie ist es jetzt?

Schwarze:

In einer Situation wie dieser als Tabellenletzter war ich noch nie, weder in Nienstädt, noch in Stadthagen. Wir müssen diese Phase durchstehen. Spaß macht es aber immer noch. Es war mir immer wichtig, mit Freunden gemeinsam Fußball zu spielen. Ihr Tipp für das Derby gegen den SC Rinteln.

Schwarze:

Ein Sieg wäre unglaublich wertvoll, aber unsere personelle Situation hat sich durch die Verletzung von Lennart Faul weiter verschlechtert. Insofern wäre ich mit einem Unentschieden schon zufrieden.

Interviews: Jörg Bressem

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