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Sportbuzzer-Zulieferung Lachen oder weinen?
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21:56 13.09.2015
Spektakulär: Tobias Versick (Mitte) belebte nach seiner Einwechslung das Spiel des VfL Bückeburg merklich. uk

Nur das 3:3 gegen den TB Uphusen konnte am Ende niemanden recht glücklich machen.

Den VfL Bückeburg nicht, weil er in der ersten Halbzeit eine beängstigend untaugliche Leistung abgeliefert hatte und erst nach der Pause eine Leidenschaft zeigte, die man von Anfang an erwartet hätte. Den Turnerbund aus Uphusen aber auch nicht, weil er das Spiel längst hätte entscheiden müssen, ehe Alexander „Bubi“ Bremer für den Ausgleichstreffer sorgte.

Die erste Halbzeit war aus Bückeburger Sicht eine Katastrophe. Der mitbedrohte TB Uphusen war zweikampfstärker, schneller und unvergleichlich spielfreudiger als die schüchternen, verunsicherten Platzherren, die mit dem 0:2-Pausenrückstand bestens bedient waren. Dabei meinte es der Wolfsburger Schiedsrichter Christian Stein gut mit Bückeburg, als er gegen Enes Acarbay in der 23. Minute überraschend zur roten Karte griff. Sein Foul an Bastian Könemann war hart, die Karte aber überhart. Doch es war typisch, dass der VfL nur zwei Minuten später von zehn Gästen in seiner Problemzone, der linken Abwehrseite, erneut hilflos umrumpelt wurde und Saimir Dikollari das 1:0 erzielen durfte.

In der 35. Minute erhöhte Daniel Throl auf 2:0 für den TB Uphusen, der den Treffer im Bückeburger Strafraum faszinierend schön herausgespielte. Die Überlegenheit der Gäste war so außergewöhnlich, dass selbst die Fans auf der VfL-Gegengeraden vernehmbar rebellierten.

Trainer Timo Nottebrock reagierte, nahm die enttäuschenden Tim Buchwald und Pascal Herting heraus, brachte Dimitrios Nemtsis und Tobias Versick. Damit stand eine offensivere Mannschaft auf dem Feld, die viele als Startelf erwartet hatten. Die Korrektur zeigte Wirkung. Dank einer Kooperation von Versick und Nemtsis kam der VfL Bückeburg zu seiner ersten herausgespielten Torchance – in der 52. Spielminute.

Als Bremer in der 55. Minute einen Handelfmeter zum 1:2 verwandelte, wurde es ein neues Spiel, weil der VfL endlich Temperament zeigte. Zunächst aber ein Rückschlag: Uphusen spielte in der 59. Minute einen Konter und erhöhte durch Dikollari auf 3:1. In der 70. Minute eine ganz wichtige Szene: Jan Steininger griff gegen Throl zu einer Notbremse, sah Rot, verhinderte damit aber das 4:1 für Uphusen, weil Mustafa Azadzoy den Elfmeter an den Pfosten setzte. Die Grundlage für die Aufholjagd des VfL war geschaffen.

Niko Werner verkürzte in der 73. Minute mit einem Kopfball auf 2:3 und Bremer sorgte in der 79. Minute für das 3:3, ebenfalls mit einem Kopfball. Vorbereiter dieses Tores: Versick mit seinem Solo im Mittelfeld und Nemtsis mit seiner punktgenauen Flanke. VfL:

Spilker, Pascal Könemann, Abram, Werner, Buchwald (46. Nemtsis), Bremer, Herting (46. Versick), Rinne (72. Jan-Eike Raschke), Adick, Steininger, Bastian Könemann.

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