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16:55 08.08.2016
Für den Aufsteiger TSV Algesdorf geht es nur darum, den Klassenerhalt zu schaffen. Quelle: uk

Hensel kündige es aber an, und das wirkte auf den bis dahin nur mäßig erfolgreichen TSV Algesdorf wie ein Polen-Böller, der in der Kabine gezündet wird. Er griff nochmal an, eroberte tatsächlich die Tabellenspitze und profitierte davon, dass den SV Engern auf der Zielgeraden mal wieder die Kräfte verließen. Deshalb ist beim TSV jetzt alles neu: Zukünftig spielt man in der Bezirksliga und zukünftig kümmert sich mit Timo Nottebrock ein leibhaftiger ehemaliger Oberligatrainer um den sportlichen Erfolg.

Der TSV Algesdorf war in der Kreisliga die beste Rückrundenmannschaft und stellte mit Sebastian Eiselt den Torschützenkönig der Staffel. Seine sagenhaften 38 Treffer waren entscheidend für den Aufstieg des TSV.

Durch den Aufstieg blieben dem TSV massive personelle Verluste erspart. Torwart Maximilian Schmidbauer war sich mit dem FC Stadthagen angeblich bereits einig. Auch Sebastian Eiselt und David Glawion waren bei den Kreisstädtern als Neuzugänge fest eingeplant. Weil die Algesdorfer jetzt aber auch in der Bezirksliga spielen, entfiel der Grund für den Übertritt.

Der sommerliche Handel an der Spielerbörse fand deshalb ohne den TSV Algesdorf statt. Die wichtigste Personalbotschaft war deshalb auch für Nottebrock: „Die Mannschaft bleibt komplett zusammen.“ Mit Neuzugang Steven Schubert vom Nachbarn SG Rodenberg waren die Veränderungen marginal.

Zu der Frage, ob der TSV in der Bezirksliga konkurrenzfähig ist, räumt Nottebrock gerne ein, dass er das noch nicht abschließend beurteilen könne. Er habe aber in seinen ersten Wochen eine äußerst willige, hoch motivierte Mannschaft in Algesdorf erlebt, die sich auf die Bezirksliga freue.

Auch Nottebrock muss sich nach den vielen langen Jahren beim VfL Bückeburg erst in das veränderte Umfeld beim Kreismeister einleben. „Blau statt Grün, das war zunächst ungewohnt“, bekennt er. Aber der TSV Algesdorf sei dem VfL Bückeburg sehr viel ähnlicher, als viele vielleicht vermuten würden: „Auch hier geht es familiär zu, auch hier gibt es viele Helfer, die mit anfassen.“

Die Stärke des TSV liegt in seiner Geschlossenheit, das wird von allen Seiten betont, trotzdem gibt es herausragende Kräfte, die kaum wegzudenken sind. Mit seinen Toren gehört Eiselt natürlich dazu. Auch an Glawion als Mitglied der Startelf dürfte Nottebrock kaum vorbeikommen. Eine wichtige Rolle spielen auch Florian und Henning Strumpel. Oft unterschätzt wird der eifrige Kevin Bytomski im Mittelfeld, der den tödlichen Pass spielen kann. Im Tor hat der TSV mit Schmidbauer und Jan Kölling zwei gleichwertige Kräfte zur Verfügung. Wer spielen wird, hat Nottebrock noch nicht entschieden. Eine Arbeitsteilung von Woche zu Woche wird es aber wahrscheinlich nicht geben, deutet er an: „Ich möchte wissen, wer die Nase vorne hat.“

Für den TSV Algesdorf geht es als Aufsteiger nur um den Klassenerhalt. Dass es schwer wird, ist allen klar, auch Nottebrock, zumal es keine großen Verstärkungen gibt. Selbst die Vorjahresaufsteiger, die im vergangenen Sommer personell kräftig nachrüsteten, hatten in der abgelaufenen Saison in der Bezirksliga mehr Probleme als erwartet. „Es ist der Zusammenhalt, den wir für uns nutzen müssen“, hat Nottebrock bereits erkannt, der im Frühjahr auch vom Oberligisten 1. FC Wunstorf ein Angebot hatte. Wer sich gemeinsam mit Algesdorf in der unteren Tabellenhälfte versammeln wird, darüber wird in der Szene derzeit viel spekuliert. Hemmingen soll reichlich Spieler verloren haben, auch Nordstemmen soll Probleme haben.

Sicherer ist da schon eine Prognose für die Teilnehmer am Titelkampf. Neben dem VfR Evesen erwartet auch Nottebrock den SV Gehrden, den TSV Barsinghausen und vielleicht die Reserve des Regionalligaaufsteigers 1. FC Germania Egestorf-Langreder oben. „Wir werden das alles aus der Ferne interessiert beobachten und uns freuen, andere Stärken zu haben – die Zusammengehörigkeit“, sagt er bereits verinnerlicht.

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