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21:10 25.03.2018
VfR-Torjäger Caglayan Tunc (links) geht gegen den VfL Bückeburg II leer aus, Niklas Siepe klärt. Quelle: seb

Das war gut so, denn das, was sich bei den Spielern des VfR Evesen derweil verbal entlud, hätte ihn nicht amüsiert. „Der Schiedsrichter war nicht neutral, in wichtigen Szenen pfiff er durchweg für den VfL Bückeburg“, war eine der noch halbwegs sachlichen Beschwerden. Es wurde auch emotionale Generalkritik an Sieker laut, in die auch VfR-Trainer Steffen Mitschker einstimmte: „Der Schiedsrichter hat seinen Anteil an unserer Niederlage.“

Was war passiert? Evesen verlor gegen den VfL Bückeburg II mit 1:2 und schob Doppelfrust. Es gingen wertvolle Punkte im Titelkampf verloren, zudem schmerzte die unerwartete Niederlage im Derby gegen einen abstiegsbedrohten Gegner. Dass es dazu kam, lag aber natürlich nicht allein an Sieker. Der VfL Bückeburg II zeigte beim Nachbarn nämlich eine taktisch und kämpferisch tadellose Leistung, während die Platzherren auf dem trockenen, aber holprigen Untergrund Probleme hatte, ihre technische Überlegenheit zur Wirkung zu bringen. Das wurde bereits vor der Pause erkennbar, denn vor den Toren tat sich herzlich wenig. Die Landesliga-Reserve des VfL ließ wenig zu, wirkte mit dem konsequenten Jan-Eike Raschke und dem erfahrenen Jean-Paul Thom in der Innenverteidigung überaus stabil. Als die Gäste in der zweiten Halbzeit auch vorne immer dreister wurden, kippte das Spiel plötzlich zugunsten des VfL Bückeburg. Mohamed Nasef nutzte den Fehler von Selim Kilinc zur 1:0-Führung (48.), Bastian Könemann erhöhte mit einem frechen Außenrist-Schuss auf 2:0 (50.).

Beim VfR Evesen führte der Doppelschlag zur Einsicht, mehr investieren zu müssen. Das Derby wurde lebendiger, insbesondere als die Platzherren mit dem Freistoß von Burak Buruk in der 56. Minute auf 1:2 herankamen. Sein Schuss rauschte quer durch den dicht bevölkerten Strafraum und landete im langen Eck. Möglicherrweise hatte Hüsnü Sabab noch eine hauchdünne Ballberührung. Ähnliche Szenen gab es noch mehrfach. „Dass wir keine dieser Möglichkeiten nutzen, müssen wir uns zuschreiben“, ärgerte sich Mitschker hinterher. Allerdings blieb die VfL-Zweite bei ihren Gegenstößen ebenfalls gefährlich, insbesondere durch Bastian Könemann, den Evesen nie restlos in den Griff bekam. Das Gefühl, von Sieker systematisch benachteiligt zu werden, schwellte in der Mannschaft des VfR Evesen während des ganzen Spiels, entzündete sich aber endgültig in der 90. Minute, in der VfL-Schlussmann Patrick Spilker zwei Meter vor dem Tor Evesens Torjäger Caglayan Tunc von hinten zu Fall brachte. Der Elfmeterpfiff blieb aus, große Proteste auch. „Ich habe der Mannschaft schon vorher eingeimpft, bei diesem Schiedsrichter auf jeden Fall ruhig zu bleiben“, erklärte VfR-Kapitän Buruk die Disziplin seiner Mannschaft nach dieser Szene. VfR:

Willers, Sabab, Städter, Buruk, Yesil, Tunc, Korkmazyigit, Stolte (50. Fichtner), Kilinc (57. Knickmeier), I. Khodr (82. Ghonaim), Heine. VfL II:

Spilker, L. Büsing, J.-E. Raschke (76. Landfester), J.-P. Thom, Voß, Nasef, Battaglia (67. Führing), Fofana (90. M. Khodr), Siepe, B. Könemann, L. Versick.

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