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21:50 17.05.2015
FC-Abwehrspieler Joscha Obst (links) und Moritz Heine liefern sich engagierte Zweikämpfe. ph

Als der 3:2-Derbysieg der Bückeburger Reserve feststand, da brachen alle Dämme. Den wilden Feierlichkeiten der Platzherren war anzumerken, dass es auch um Genugtuung für das Abwerben Bückeburger Spieler ging.

Bei den Gästen dagegen schaute man in leere, in ratlose Gesichter. Der FC Stadthagen war nach der erneuten Pleite mit den Nerven zu Fuß. „Wir haben verloren, weil der Schiedsrichter ein grünes Trikot trug“, wetterte FC-Trainer Steffen Mitschker. Sichtliche Befriedigung empfand dagegen VfL-Coach Martin Prange. „Ja, für uns war es ein wichtiger Prestigesieg“, bestätigte er. Der FC Stadthagen plante, die Vormachtstellung des VfL Bückeburg anzutasten und wurde nun sogar von dessen zweiter Mannschaft bezwungen.

Schon zu Beginn war zu spüren, dass die VfL-Reserve hochmotiviert in das Spiel geht. Durch Treffer von Dennis Peter (4.) und dem zukünftigen Stadthäger Eric Naroska (31.) ging Bückeburg nicht unverdient mit 2:0 in Führung. Die Platzherren verbuchten durch Andriko Salein, Fabio Battaglia und Moritz Heine im ersten Durchgang drei Holztreffer, deshalb konnte der FC Stadthagen froh sein, dass es kurz vor der Pause noch zum Anschlusstor reichte. Als VfL-Torwart Hüseyin Özel den Ball nicht festhielt, setzte Mittelfeldspieler Ibrahim Khodr zum 2:1 nach.

Dass es für den VfL Bückeburg II nach dem Wechsel eng werden würde, deutete sich schon im ersten Durchgang an, in dem Rabia Khodr in der 23. Minute nach einem Tritt vom Platz geflogen war. Stadthagen war nach dem Wiederanpfiff in Überzahl die klar dominierende Mannschaft, machte Druck und glich mit dem abgefälschten Schuss von Selim Kilinc in der 65. Minute zum 2:2 aus. Die Gäste mühten sich, belagerten phasenweise das VfL-Tor, drangen aber selten bis zum Strafraum durch, weil Bückeburg mit seinen zwei Abwehrreihen gut und diszipliniert stand. Einer der wenigen Gegenstöße der Platzherren brachte in der 74. Minute die Entscheidung. Als Marvin Stahlhut stürzte, zeigte Schiedsrichter Tekin Gürses auf den Elfmeterpunkt. „Der stolperte doch über seine eigenen Beine“, fand Mitschker. Milorad Petrovic war es egal. Er verwandelte sicher zum 3:2-Endstand. VfL II:

Özel, Büsing, Thomas, Moritz Heine, Stahlhut, Battaglia (55. Gaßmann), Salein, Petrovic, Peter, Rabia Khodr, Naroska. FC:

Miotti, Grohs, Kilinc, Caliandro, Niemeier, Schwarze, Gottwald, Holz, Lennard Heine, Obst, Ibrahim Khodr.

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