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Sportbuzzer-Zulieferung „Schieß doch mal“
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung „Schieß doch mal“
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20:10 08.10.2017
Kampfgeist: Moritz Wilharm (rechts) stoppt den Rintelner Robin Ronnenberg. Mehr als 250 Zuschauer sehen das Spitzenspiel. Fotos: uk

Der individuell besser besetzte Spitzenreiter verlor mit 0:1 beim mannschaftlich geschlossen auftretenden Verfolger.

„Es ist schade, dass sich die Jungs nicht belohnt haben“, sagte Rintelns Trainer Uwe Oberländer, der ein „sehr faires Spiel“ gesehen hatte und sich im Nachhinein über „15 Gelbe Karten des Schiedsrichters“ aufregte. Ganz so viele hatte Schiedsrichter Thorben Busch nicht verteilt – und auch nicht spielentscheidend eingegriffen. Das Spiel war auf rutschigem Geläuf umkämpft. „Die Bedingungen waren schwierig, aber wir haben zum Teil auch gute Kombinationen über fünf, sechs Stationen gezeigt“, meinte FSG-Trainer Michael Treichel.

Ursächlich für die Rintelner Niederlage vor mehr als 250 Zuschauern war die zweite Halbzeit, in der die Oberländer-Schützlinge zunehmend planlos agierten und die FSG-Defensive selten vor Probleme stellte.

Das war vor der Pause noch anders. Nach der ersten großen Chance für die FSG durch Moritz Wilharm, der am aufmerksamen Rintelner Keeper Luis Böhm scheiterte, kam der SCR vor allem über die Flügel besser ins Spiel. Alexander Rogowski setzte sich über die linke Seite durch, aber Egzon Popoci trat bei der maßgeschneiderten Hereingabe ein Luftloch (35.). Die leichtfüßigeren Gäste schienen das Spiel im Griff zu haben, hatten aber viel Glück, als Alexander Wellschmidt an Böhm scheiterte (44.).

Nach dem Seitenwechsel kam der SCR hellwach aus der Kabine, Robin Ronnenberg setzte eine Flanke aber über den Kasten von Dennis Treichel, der wenig zu halten hatte. Popoci erzielte ein Tor, das aber wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Die Rintelner Bemühungen wurden zunehmend flügellahm. Rogowski kam nicht mehr zum Zug und Gohoreallan Kouebi fand bei aller Ballsicherheit wenig Zug zum Tor und keinen einzigen Abschluss.

Die FSG war da effektiver: Wellschmidt traf aus 18 Metern nur den Innenpfosten (59.). Dann kam der Auftritt von Mark Wilms, der aus gut 25 Metern abzog und der Ball rauschte wie an der Schnur gezogen unhaltbar im linken Winkel – 1:0 (68.) (siehe Kasten). Die Gastgeber schaukelten den Vorsprung über die Zeit, der SCR fand keine Mittel, die Abwehr zu knacken. Moritz Peters verstolperte einen Ball und scheiterte an Treichel (82.). „Wir hatten über 90 Minuten die besseren Chancen, deshalb geht das Ergebnis in Ordnung – auch, wenn wir uns über weite Teile des Spiels neutralisiert haben“, sagte Michael Treichel. Sein Pendant Oberländer wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Das Ergebnis ist wohl in Ordnung, aber bitter.“ FSG:

Treichel, Kubba (87. Wahlmann), Wilms, Wilharm, Rösemeier-Scheumann, Gutsch, Mensching, J. Wischhöfer (30. Tielking), Wellschmidt, Hillmann, Nerge. SCR:

Böhm, Boga, Ronnenberg, Hasani, Peters, I. Walter, Rogowski, Schrader, Kouebi, Popoci, Krasniqi (60. Akgün).

Das seltsame am Fußball ist, dass die Spiele in geheimnisvoller Weise ähnlich grotesken Mustern folgen. So wie das des FC Stadthagen gegen den TuS Davenstedt.

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