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Treichel kennt seine Pappenheimer

Treichel kennt seine Pappenheimer

VON UWE KLÄFKER

 

In der vergangenen Serie hat die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen den achten Tabellenplatz erreicht. Trainer Bernd Hillmann machte einen guten Job, zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könne die FSG noch in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen.

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Nach dem Tiefpunkt mit Rang zehn am 20. Spieltag ging es wieder bergauf. 19 Punkte aus acht Spielen hielten die Hoffnung auf den Relegationsrang am Glimmen. Sogar der spätere Kreismeister TSV Algesdorf wurde mit 3:0 auf die Bretter geschickt. Aber nach der 1:2-Pleite im Nachholspiel beim SV Engern war die Luft raus, die FSG verspielte eine bessere Platzierung.

Nun soll alles besser werden – mal wieder, denn mit Michael Treichel wurde der Wunschtrainer des Vereins und der Mannschaft verpflichtet, der die „super Truppe“ in die Spitzengruppe der Kreisliga führen soll. „Die Jungs haben mich als Trainer gefordert, jetzt muss ich sie in die Pflicht nehmen“, sagt Treichel. Der Übungsleiter hat zuvor sechs Jahre erfolgreich beim Mitkonkurrenten TuS SW Enzen gearbeitet, steht für Kontinuität, und soll die nicht immer ganz einfachen Charaktere auf Kurs bringen. Dass die individuell stark besetzte Mannschaft mehr Potenzial hat, als einen achten Tabellenplatz zu erreichen, ist auch Treichel bewusst. „Ich kenne die Spieler alle aus dem Jugendbereich“, sagt der Coach, der noch die eine oder andere Verstärkung mitgebracht hat. Eine gut besetzte Bank ist wichtig, um den Etablierten Druck zu machen – und um in engen Spielen nachlegen zu können.

Treichel ist Realist, weiß, dass die Aufgabe Zeit benötigt. „Sie müssen die Ideen aufnehmen. Ich muss die Charaktere unter einen Hut bekommen und wir müssen Konstanz reinbekommen.

Von einer Favoritenrolle will der erfahrene Coach erst mal nichts wissen: „Ein neuer Trainer, neue Ideen: Wir werden im ersten Jahr nicht auf hundert Prozent kommen. Ich denke wir benötigen zwei Jahre.“ Andere Vereine würden bereits länger mit einem Trainer zusammenarbeiten, seien eingespielter, führt der Trainer als Begründung an.

Der Lauenhäger wohnt im Dorf, kennt den Verein in-und-auswendig. „Das ist sicher ein Vorteil. Ich kenne die Jungs, die Jungs kennen mich. Dennoch ist der Respekt vorhanden und ich weiß, wo ich anpacken muss“, sagt der 49-Jährige. Wenn man als Spieler Wunschvorstellungen habe, müsse man auch etwas dafür tun, so Treichel. Genau das fehlte in der Vergangenheit, um ganz oben mitzuspielen.

Der Coach ist dafür bekannt, auch mal zu unpopulären Maßnahmen zu greifen. „Wir müssen über das Kollektiv kommen und die launische Diva über Bord werfen. Dann kann mit der individuellen Qualität langfristig etwas entstehen“, hofft der Trainer.

Die Stärken der Mannschaft sieht der Coach klar in der Offensive. Hier muss aber auch am meisten gearbeitet werden, denn das Team kennt nur den Vorwärtsgang. Man müsse cleverer werden, fordert Treichel: „Wir müssen lernen, auch mal auf den Ball zu treten und nicht nur Attacke zu machen.“ Es fehle ganz oft am Spielrhythmus. Ein Spieler, der helfen könnte, ist der aus Enzen gewechselte Tim Schöller. Der technisch versierte Spieler habe Auge, so Treichel, der noch auf der Suche nach der Stammformation ist. Dennoch steht die Achse um Routinier Carsten Mensching („Bislang der einzige Spieler mit Erfahrung“) und Angreifer Alexander Wellschmidt als Fixpunkt. Zudem hofft der Coach auf die baldige Rückkehr des lange verletzten Sohn Dennis ins Tor der FSG. „Ich hoffe, dass er fit wird. Aber wir werden ihn langsam aufbauen“, kündigt der Trainer an, der mit Kevin Zawadtzki auf einen starken Vertreter bauen kann.

 

Die Defensive war in der Vergangenheit anfällig, kassierte im Vergleich mit den Spitzenmannschaften zu viele Gegentore. „Aber das ist die Folge, wenn ich nur nach vorne spiele“, weiß Treichel, der auch auf Klasse eines laufstarken Spielers wie Thimo Krebs hofft.

Wie auch immer, Treichel wird aus dem Puzzle mit zahlreichen neuen Spielern und etablierten Kräften eine Einheit formen müssen. „Es wird Rückschläge geben. Dann müssen wir ruhig bleiben, dann ist nicht alles schlecht. Meine Aufgabe wird es sein, dann entgegenzuwirken“, warnt Treichel vor einer zu großen Erwartungshaltung in Mannschaft und Umfeld.

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