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Sportbuzzer-Zulieferung Wenig Vorfreude beim Videostudium
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Wenig Vorfreude beim Videostudium
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17:15 09.11.2018
Skeptisch: MTV-Trainer Marc Siegesmund erwartet beim Titelanwärter keine Wunderdinge. uk

Daher reisen die Blau-Weißen zwar mit konkreten Zielen, aber ohne Erfolgsdruck zum Titelanwärter SG Schalksmühle-Halver. „Ich gucke da nicht auf die zwei Punkte, sondern will erst einmal meine Mannschaft wieder zum Zusammenspiel im Angriff und zu 100-prozentiger Abwehrarbeit führen“, sagt Chefcoach Marc Siegesmund in seiner Vorschau auf das Duell am Sonnabend (19.30 Uhr).

Er ist überzeugt, „dass wir damit im Augenblick genug zu tun haben.“ Und Ko-Trainer Thomas Zumbrock übt sich ebenfalls in Demut: „Nach dem Ereignis vom vergangenen Wochenende erwartet keiner auch nur annähernd, dass wir jetzt ausgerechnet dort punkten.“ Mit „dem Ereignis“ meint er den blamablen Auftritt gegen den bis dahin sieglosen Mitaufsteiger aus Langenfeld. Eine 15:9-Führung hatten die Hausherren binnen zwölf Minuten verspielt, bevor sie nach der Pause komplett einbrachen und sich vom Tabellenletzten vorführen ließen. „Wir haben diese Niederlage intensiv aufgearbeitet, unter anderem durch Einzelgespräche und mannschaftliche Diskussionen“, berichtet Zumbrock. So richtig erklärbar sei das Debakel aber immer noch nicht. „Vielleicht haben wir uns beim frühen Sechs-Tore-Vorsprung zu sicher gefühlt und dann einen Gang heruntergeschaltet.“ Siegesmund mahnt: „Wenn wir nur 80 Prozent geben, gewinnen wir in dieser Liga kein Spiel mehr.“ Aus der Negativspirale, in die sie vor der Pause geraten sei, habe sich die Mannschaft nicht mehr befreien können, sagt Zumbrock. „Weder die Umstellung auf ein offensives Deckungssystem noch die zwei Torwartwechsel oder andere personelle Veränderungen haben geholfen.“

Der Assistenzcoach hofft, dass der Rückschlag nun abgehakt ist. Allerdings droht in Schalksmühle gleich das nächste Negativerlebnis. Die SGSH Dragons sind als einziges Team der Staffel ungeschlagen. Seine fünf bisherigen Heimspiele konnte der Tabellendritte jeweils mit mindestens sieben Toren Abstand für sich entscheiden. „Wir treffen auf einen bärenstarken Gegner, der im Rückraum aus allen Rohren schießt“, kommentiert Zumbrock. Das Videostudium habe für wenig Vorfreude gesorgt, gesteht er. „Denn sie sind auf jeder Position wirklich gut besetzt.“ Aufgrund der krassen Außenseiterrolle sei die sportlich schwierige Aufgabe zumindest in psychologischer Hinsicht leicht, „weil wir nichts zu verlieren haben.“

Bis auf die langzeitverletzten Thorben Buhre (Kreuzbandriss) und Milan Djuric (Mittelhandbruch) werden Siegesmund voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung stehen. Das gilt auch für Jonathan Semisch und Maurice Nolte, obwohl sie unter der Woche aufgrund eines grippalen Infekts beziehungsweise einer Bänderdehnung im Sprunggelenk die eine oder andere Trainingseinheit auslassen mussten. Siegesmund wäre schon zufrieden, wenn seine Mannschaft wieder geschlossen und mit vollem Einsatz agieren würde.

Die Mindener Bundesliga-Handballer wollen die durch die Niederlage gegen den THW Kiel unterbrochene Erfolgsserie am Sonntag um 16 Uhr in Sachsen fortsetzen.

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