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Sportmix Alexander Zverev: Ein Mann für die Zukunft
Sportbuzzer Sportmix Alexander Zverev: Ein Mann für die Zukunft
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20:54 22.05.2017
Ein Küsschen für den Pokal: Alexander Zverev. Quelle: AP
Rom

Im Moment seines bislang größten Triumphes besann sich Deutschlands neuer Tennisstar auf seine Wurzeln. Fast schon ein bisschen schüchtern posierte Alexander Zverev nach seinem Sensationssieg gegen Novak Djokovic im Finale des Masters-Turniers von Rom mit seinen Eltern Irena und Alexander für ein Erinnerungsfoto. Auf dem Platz im imposanten Foro Italico hatte Zverev zuvor dagegen jede Zurückhaltung abgelegt und Djokovic keine Chance gelassen. Der Lohn: Als erster Deutscher seit Tommy Haas vor zehn Jahren gehört der 20-Jährige zu den Top Ten.

Doch das soll nur der Anfang gewesen sein. Tennislegende Boris Becker, bis Ende des vergangenen Jahres noch Trainer von Djokovic, gratulierte Zverev umgehend zu seinem ersten großen Coup und prognostizierte: „Viele weitere Titel werden folgen.“

Schon bei den am Sonntag beginnenden French Open? Das wäre vermessen. Aber mit seinen Siegen bei den Turnieren in München und Rom hat sich Zverev zumindest die Rolle des Geheimfavoriten erarbeitet. Zumal der Melbourne-Champion Roger Federer pausiert, der Weltranglisten-Erste Andy Murray in der Krise steckt, Djokovic erst in Rom bis zum Finale wieder alte Form bewies und Sandplatz-Dominator Rafael Nadal immer wieder von körperlichen Beschwerden gestoppt wird.

„Ich denke, das war eines der besten Matches, die ich je gespielt habe“, sagte Zverev nach seinem imposanten 6:4, 6:3-Erfolg. Die nächsten Tage will er zur Regeneration nutzen, dann geht es nach Paris, wo am Sonntag das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison beginnt. Im vergangenen Jahr war für den deutschen Davis-Cup-Profi in der französischen Hauptstadt bereits in der dritten Runde gegen den Österreicher Dominic Thiem, der ebenfalls ein starkes Jahr spielt, Schluss.

Überhaupt ist Zverev bislang bei den vier großen Major-Events noch nicht groß in Erscheinung getreten. Wenn es in Melbourne, Paris, Wimbledon oder New York richtig ernst wird, war Zverev immer schon wieder zu Hause. Was allerdings in seinem Alter nicht ungewöhnlich ist. Mit seinen 20 Jahren steht er erst am Beginn seiner Karriere. „Die Grand-Slam-Erfolge waren bei Alex bislang überschaubar. Der nächste Schritt wäre also, dass er mal in die zweite Woche kommt“, hatte Becker zu Beginn des Jahres gefordert. Zverev schickt sich an, dies umzusetzen.

Vielleicht kann er auch schon bald von Becker lernen. Denn dieser hat eine offizielle Funktion im Team von Zverev für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Er sieht sich als eine Art Mentor. Zverev ist impulsiv und lebt seine Emotionen auf dem Platz aus – wie einst Becker. „Wenn ich die nicht rauslasse, kann ich besser aufhören“, sagte Zverev.

Hin und wieder steht er sich mit dieser Art noch selbst im Weg, wie zuletzt in Madrid, als er gegen Pablo Cuevas im Viertelfinale die Partie noch aus der Hand gab.

Der Tennisorganisation ATP kommt der kometenhafte Aufstieg von Zverev gerade recht. Sie ist seit einiger Zeit dabei, die Generation um den Hamburger zu pushen, um neue Gesichter für die Zeit nach Federer, Nadal, Djokovic und Murray zu entwickeln. Erstmals richtet sie in diesem Jahr deshalb eine Art Mini-WM für die Youngster auf der Tour aus. Next Gen ATP Finals heißt die Veranstaltung in Mailand, für die Zverev als Zugpferd fest eingeplant ist.

Allerdings könnten die jüngsten Erfolge zum Problem werden. Denn in der Rangliste mit den Ergebnissen dieses Jahres belegt Zverev seit Montag Platz vier – und wäre damit für die ATP World Tour Finals der besten acht Spieler der Saison qualifiziert.

Von dpa

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