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Sportmix  „Ich hab mich durchgeboxt“
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08:09 01.12.2014
Michael Rösch wurde nach dem Olympiasieg mit der deutschen Staffel 2006 eine große Zukunft prophezeit. Doch es kam anders: Statt der neue Star der deutschen Skijäger zu werden, stürzte er sportlich ab. Quelle: dpa
Östersund

Die coolen Sprüche hat Michael Rösch immer noch drauf. Aber der 31-Jährige ist gereift und das nicht nur, weil es das Alter im Normalfall so mit sich bringt. Vielmehr haben beim einstigen deutschen Biathlet-Liebling, der nun für Belgien startet, die letzten Jahre Spuren hinterlassen. Für den „Sprücheklopfer“ von einst, den Fans und Medien für seine zuweilen lose Zunge liebten, geht am Mittwoch mit dem Weltcup-Start im Einzel in Östersund (17.00 Uhr/ARD und Eurosport) eine unendlich scheinende Zeit des Wartens, Hoffens und Bangens zu Ende.
„Die zwei, fast zweieinhalb Jahre waren eine sehr schwere Zeit, vor allem mental war das eine meiner größten Herausforderungen. Diese Zeit hätte ich auch nie ohne die Unterstützung meiner Familie, Freunde und Sponsoren geschafft. Aber ich bin ein Kampfschwein und hab mich durchgeboxt“, sagte der Altenberger der Deutschen Presse-Agentur.

Rösch wurde nach dem Olympiasieg mit der deutschen Staffel 2006 eine große Zukunft prophezeit. Doch es kam anders: statt der neue Star der deutschen Skijäger zu werden, stürzte er sportlich ab. Falsches Training und private Probleme wurden zu einem „Schneeballeffekt“, den er nicht mehr stoppen konnte. Er verpasste die Olympische Spiele 2010 und fand sich in den Niederungen wieder. Nach fast zweijähriger Abstinenz kämpfte er sich zurück ins deutsche Team. Um dann wieder einen Rückschlag hinnehmen zu müssen: Trotz Norm fehlte er wegen Krankheit bei der Heim-WM 2012 in Ruhpolding. Im Herbst verkündete er ann für viele überraschend den Wechsel nach Belgien, fühlte sich im deutschen Team nicht mehr gewollt.

„Ich habe auf diesem Weg auch neue Menschen kennen und schätzen gelernt, die mich unterstützt haben und nach wie vor zu mir halten“, erzählt Rösch, der seine Leidenschaft Biathlon nie aufgegeben wollte und dafür sogar seinen Beamtenstatus auf Lebenszeit bei der Bundespolizei aufgab. Seinem ersten Weltcup-Start für seine neue Heimat fiebert er entgegen: „Auf alle Fälle ist es emotional. Alleine zu wissen, dass ich nach so langer Zeit wieder starten darf, ist ein unbeschreibliches Gefühl.“

Seine Erwartungen sind realistisch, zumal er in dem Biathlon-Entwicklungsland Belgien ungleich schlechtere Bedingungen hat als früher. „Das wichtigste Ziel ist erreicht, wenn ich am Mittwoch aus dem Starthaus knalle. Ich muss mich da etwas zügeln und versuche, mir realistische Ziele zu stecken. Ich bin zwei Jahre nicht im Wettkampf gewesen, aber ich werde mein Bestes geben, um vielleicht mal für eine Überraschung zu sorgen. Mein wichtigstes Ziel ist es, erstmal konstante und solide Rennen abzuliefern“, erklärte er.

Die belgische Nationalhymne lernt er noch. „Sollte es wirklich mal dazu kommen, dass die Hymne im Winter gespielt wird, werde ich eh nicht mehr in der Lage sein, sie mitzusingen. Ich werde vermutlich heulend da stehen und kein Wort rausbekommen. Aber wie gesagt, soweit will ich gar nicht denken, noch nicht.“

dpa

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