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Sportmix Hannover 96 begrüßt neue Torlinientechnik
Sportbuzzer Sportmix Hannover 96 begrüßt neue Torlinientechnik
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20:44 04.12.2014
Drin oder nicht drin? Was in Brasilien WM-Premiere feierte, könnte bald auch in der Bundesliga Einzug halten Aber die Clubs sind sich nicht einig. Quelle: dpa
Frankfurt

"Eine richtige und erfreuliche Entscheidung. Mich hat die Deutlichkeit überrascht, mit der das Ergebnis zustande gekommen ist. Zu gegebener Zeit wird man über den Einsatz weiterer technischer Hilfsmittel nachdenken müssen", sagte der Klubchef.

Die Abstimmung bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am Donnerstag in Frankfurt/Main hatte das eindeutige Resultat gebracht. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit stimmte für die technische Unterstützung der Schiedsrichter. Laut Ligapräsident Reinhard Rauball sprachen sich 15 Erstligisten dafür aus.

Bei der Frage nach dem System hat sich der Ligavorstand nach einer Empfehlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) für das aus dem Tennis bekannte britische Hawk-Eye-System entschieden. Die Technik soll zu Beginn der Saison 2015/2016 eingesetzt werden.

„Eine Art Risikoabsicherung“

„Die Fußballwelt hat sich ein wenig gewundert, warum gerade Deutschland die neue Technik bisher nicht eingeführt hat.“ Christian Seifert hatte deshalb auch angekündigt für die Torlinientechnik stimmen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht sie als „eine Art Risikoabsicherung“.

Der erste Antrag im März war durchgefallen. Nur neun Erstligisten und drei Zweitligisten votierten dafür. Damals sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball, das Thema habe sich vorerst erledigt. Doch da konnte das Oberhaupt von Borussia Dortmund nicht wissen, dass sein Verein bald Opfer einer gravierenden Fehlentscheidung werden würde. Im DFB-Pokalfinale hatte Dortmunds Mats Hummels das 1:0 geköpft. Verteidiger Dante vom FC Bayern München klärte hinter der Linie. Aber was eine Kamera hätte aufdecken können, blieb den Schiedsrichtern verborgen. Am Ende gewann der Rekordmeister mit 2:0 nach Verlängerung. Profiteur FC Bayern beantragte anschließend, die Bundesliga wie in der englischen Premier League mit der Torlinientechnologie auszustatten.

Nur Bundesliga und Pokal ab Viertelfinale

Die DFL startete im September eine Ausschreibung und stellte nun konkrete Systeme und Kosten vor. Abgestimmt haben allein die 18 Erstligisten, denn beim zweiten Anlauf wäre nur die Bundesliga – und der DFB-Pokal ab Viertelfinale – betroffen. 

Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel hatte betont, dass seine Gilde sich diese Unterstützung wünscht. Referee Felix Brych beispielsweise ist vorbelastet, wurde Opfer des „Phantomtores“ von Stefan Kießling, als in Sinsheim das Spielgerät von außen ins Tor schlüpfte. Doch viele Klubs scheuen die Kosten, die sich auf mehrere Hundertausende Euro belaufen.  Die nötige Zweidrittelmehrheit gilt nicht als sicher, in einer Liga, die Jahr für Jahr Spielerberatern rund 100 Millionen Euro überweist.

Von Frank Hellmann/sid

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