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Sportmix Ein Feuerwerk der Turnkunst
Sportbuzzer Sportmix Ein Feuerwerk der Turnkunst
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00:16 25.12.2014
Von Carsten Schmidt
Sicherheit hat Priorität beim „Feuerwerk der Turnkunst“ – auch für Lisa Rinne aus Oldenburg, die am Trapez turnt. Quelle: ntb
Hannover

Angesichts der zahlreichen Darbietungen an Trapezen, Strapaten und anderen Geräten in schwindelnden Höhen gab es insbesondere eine Prüfung der Statik und der Höhenverhältnisse in den Hallen seitens der „Feuerwerk“-Macher. Zudem gehe im Zweifel Sicherheit vor Spektakel, betonte Regisseurin Heidi Aguilar. „Uns ist für das aktuelle Programm atemberaubende Luft-Artistik beispielsweise aus China angeboten worden, doch dazu brauchen die Künstler und Sportler Hallenhöhen, die nicht jeder Tourneeort bietet. Also haben wir verzichtet“, sagte die Lehrterin.

Für die Sicherheit bei ihren Programmpunkten sind in einem wichtigen Part auch die Luft-Artisten selbst verantwortlich. „Sie müssen das Gerät selbst einhängen“, betonte Wehr-Reinhold. Das verknappt den Tourneezeitplan und insbesondere die Erholungspausen. Die Sportler finden sich schon am späten Vormittag zum Aufbau und zum Check der Bedingungen in den Hallen ein, wenn sie nachmittags auftreten. Das heißt: Die Nächte sind kurz, weil es oft nach den Auftritten nicht direkt ins Hotel geht, sondern in die Tourneebusse, um an den nächsten Gastspielort zu gelangen. Vor Mitternacht kommt da niemand zum Schlafen.

Tourneearzt Andreas Japtok, der die Teilnehmer des „Feuerwerks der Turnkunst“ begleitet, erzählt allerdings, dass die Kondition und Konzentration bei den meisten Sportlern über vier Wochen hält. „Es gab bisher noch keine schweren Verletzungen wie bei ,Wetten, dass …‘, als Samuel Koch verunglückte“, sagte der Mediziner. Dennoch hat der 54-jährige Chirurg und Orthopäde zwei Rollkoffer mit Bandagen, Salben, Tabletten und anderen Hilfsmitteln dabei – für fast alle Fälle. Oft ist der Arzt gefragt, wenn die Muskulatur Probleme wegen Überlastungen oder auch der kühlen Temperaturen in den Veranstaltungshallen bereitet. „Bei 110 Tournee-Teilnehmern, die vier Wochen zeitweise auf engstem Raum verbringen, ist aber auch eine gewisse Grundhygiene gefragt“, sagte Japtok. Er selbst hat schon erlebt, dass grippale Infekte oder Magen-Darm-Erkrankungen fast das ganze Ensemble heimgesucht haben.

Andreas Toba, aktueller Nationalmannschaftsturner, sieht die eigene „Aufmerksamkeit“ als besten Schutz vor größeren Unglücken an. Der 24-jährige Hannoveraner, der in der Tui-Arena ans Reck geht, kennt aber auch das Restrisiko. „Es braucht nur ein Riemchen an der Hand zu reißen oder die Reckverstrebung, dann kommt es unweigerlich zum Sturz.“ Das „Königsgerät“ sei aber weniger verletzungsträchtig als der Barren oder Sprung, ergänzt Toba: „Man hat mehr Zeit, um den Sturz abzufangen.“

Weitere Informtionen

Es gibt noch Restkarten für die Gastspiele des „Feuerwerks der Turnkunst“ in der Tui-Arena. Sie sind in den Ticketshops von HAZ und NP oder im Internet unter www.feuerwerkderturnkunst.de erhältlich.

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