Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sportmix Engländer randalieren in Lille
Sportbuzzer Sportmix Engländer randalieren in Lille
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:45 16.06.2016
Englische "Fans" haben in Lille randaliert. Quelle: dpa
Lille

Nach Russlands 1:2-Pleite bei Fußball-EM gegen die Slowakei ist es in Lille erneut zu Ausschreitungen gekommen. In der Innenstadt ging die französische Polizei gegen rund 200 englische Fans vor und setzte Tränengas ein. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt.

Am späten Abend kam es in Lille wieder zu Auseinandersetzungen, wieder setzte die Polizei Tränengas ein. Zusätzlich wurden nach Medienberichten Schlagstöcke und Hunde eingesetzt.

16 Verletzte

Es kam wiederholt zu wiederholten Jagdszenen. Die Menge ließ sich bis nach Mitternacht nur vorübergehend auseinandertreiben. Erst gegen 1.00 Uhr am Morgen kehrte auf den Straßen weitgehend Ruhe ein.

Zuvor war es gleich mehrere Male zu Jagdszenen durch die Innenstadt von Lille gekommen, die am Mittwoch Schauplatz der Partie Russland gegen Slowakei (1:2) war. Rund um diese Partie wurden 16 Menschen festgenommen. Darunter seien auch sechs Russen, die an den Ausschreitungen in Marseille am vergangenen Samstag beteiligt waren, teilte die Präfektur des Départements Nord am Mittwochabend mit.

Im Stadtgebiet war es den Tag über nach Angaben der Behörde vom frühen Donnerstagmorgen zu insgesamt 36 Festnahmen gekommen. 50 Menschen seien von Rettungskräften behandelt, 16 in Krankenhäuser gebracht worden.

Lawrow nennt Festnahmen "inakzeptabel"

Die EM-Krawalle hatten zuvor bereits für Verstimmungen zwischen Paris und Moskau gesorgt. Russlands Außenminister Lawrow kritisierte die Festnahme dutzender russischer Fans in Frankreich als "absolut inakzeptabel".  Das Außenministerium in Moskau bestellte zudem den französischen Botschafter ein.

Russische und englische Fans hatten sich am vergangenen Samstag in Marseille gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert, bei denen mehrere Personen verletzt wurden. Wegen der Krawalle im Stadion hatte die UEFA den russischen Verband mit einem EM-Ausschluss auf Bewährung bestraft. Auch England spielt unter Bewährung: Sollten die englischen Zuschauer ähnliche Ausschreitungen wie in Marseille rund um das Spiel gegen Russland anzetteln, droht die UEFA-Exekutive mit dem Ausschluss.

Ob die Krawalle Konsequenzen haben, ist noch unklar: Bislang steht eine Reaktion der UEFA aus. Die Turnierorganisatoren beraten jeden morgen von 08 Uhr an mit den französischen Sicherheitskräften die aktuelle Lage. Die UEFA muss entscheiden, ob die Vorkommnisse am Mittwochabend als so gravierend eingestuft werden, dass das Exekutivkomitee oder das Dringlichkeitskomitee zusammenkommt und über Maßnahmen entscheidet.

In Lens steht heute das nächste Hochsicherheitsspiel an: England trifft im zweiten Gruppenspiel auf Wales (15 Uhr). Bis zu 50 000 Anhänger beider Teams werden in der nordfranzösischen Kleinstadt erwartet.

dpa/sid/afp/RND/zys

In der Pfalz hoffen die Anhänger wieder auf bessere Zeiten. Als Hoffnungsträger gilt der neue Trainer Tayfun Korkut. "Der FCK gehört in die Bundesliga, und da wollen wir auch hin., sagte der 42-jährige Trainer bei seiner offiziellen Präsentation am Mittwoch im Fritz-Walter-Stadion. 

15.06.2016

Die Disziplinarkommission der UEFA hat EM-Teilnehmer Russland für die Krawalle der Fans im Stadion von Marseille bestraft. Im Wiederholungsfall wird die Mannschaft sofort aus dem Fußball-Turnier ausgeschlossen, zudem wurde eine Geldstrafe von 150.000 Euro verhängt, wie die UEFA am Dienstag in Paris mitteilte.

14.06.2016
Sportmix Zehn Jahre nach "Operación Puerto" - Gericht ordnet Freigabe von Dopingproben an

Die "Operación Puerto" war Ausgangspunkt einer der umfassendsten Dopingermittlung der Sportgeschichte. Mehr als 200 Beutel mit Blut von Spitzenathleten wurden sichergestellt. Danach kamen die Proben unter Verschluss. Bis heute. Ein Gericht hat nun die Herausgabe angeordnet.

14.06.2016