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Sportmix Frust statt Freude bei Waspo 98
Sportbuzzer Sportmix Frust statt Freude bei Waspo 98
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00:17 20.12.2014
Von Norbert Fettback
Waspos Andreas Schlotterbeck (re.) hängt traurig am Beckenrand. Quelle: Petrow
Hannover

Andreas Schlotterbeck hing am Beckenrand und guckte wie ein begossener Pudel. „Das ist ganz, ganz traurig“, sagte der Center von Waspo 98, „eigentlich sollte das heute unser Weihnachtsgeschenk werden.“ Stattdessen gab es im Stadionbad lange Gesichter: Hannover ist nicht mehr dabei im Euro Cup. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen Steaua Bukarest kam das Team von Trainer Karsten Seehafer nicht über ein 9:9 (2:3, 3:1, 2:2, 2:3) hinaus. Aus der erhofften Aufholjagd nach der 7:9-Niederlage in Rumänien war nichts geworden.  „Wir hatten unsere Chancen und waren dran“, sagte der ebenfalls sichtlich enttäuschte Seehafer. „Aus unserer konditionellen Überlegenheit haben wir am Ende zu wenig gemacht.“

Die Entscheidung, wer ins Halbfinale einziehen würde, stand lange auf der Kippe. Nach einem frühen 0:2 hatte sich Waspo wieder herangekämpft und mit dem Tor zum 5:3 durch Erik Bukowski erstmals ein Zwischenresultat erzielt, das zumindest für ein finales Fünfmeterwerfen gereicht hätte. Insgesamt viermal lagen die Hannoveraner mit zwei Toren vorn, aber nie mit drei Treffern, was auch psychologisch wichtig gewesen wäre.  Die Möglichkeit dazu war auch im letzten Viertel einer umkämpften, aber nicht unfairen Partie noch gegeben. Da hatte Schlotterbeck für das 8:6 gesorgt; der Kraftprotz ballte danach die Faust, die letztlich aber nicht die eines Siegers war.

An der aggressiven Steaua-Verteidigung biss sich Waspo ein ums andere Mal die Zähne aus. Predrag Jokic, Mate Balatoni und Schlotterbeck gelang es nicht, den letzten deutschen Vertreter in diesem Wettbewerb nach dem zwischenzeitlichen 7:8 durch den dreifachen Torschützen Miroslav Randic wieder ins Spiel zu bringen. 57 Sekunden vor dem Ende, Jokic hatte mit einem Aufsetzer zum 9:8 für Waspo getroffen, gab es aber noch einmal Hoffnung. Mit dem frechen Heber von Randic über den etwas zu weit vor seinem Tor postierten Roger Kong, der insgesamt eine gute Partie ablieferte, war es damit endgültig vorbei.  „Wir hatten uns nach dem frühen Rückstand rangekämpft“, sagte Schlotterbeck. „Das hat Kraft gekostet.“ Es fehlte zudem ein Quäntchen Glück zum Weiterkommen.

Tore für Waspo: Bukowski (4), Schlotterbeck, Balatoni, Haarstick, Jokic und Toth.

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