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Sportmix Herrscht am
 Pferdeturm ein 
„offener Krieg“?
Sportbuzzer Sportmix Herrscht am
 Pferdeturm ein 
„offener Krieg“?
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00:16 04.09.2016
Von Heiko Rehberg
Das Eisstadion am Pferdeturm: Heimatstadion der EC Hannover Indians. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Einen Versuch will Florian Heinze noch unternehmen, um den Streit zwischen dem Stammverein EC Hannover Indians und der für die Oberligamannschaft zuständigen Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft beizulegen. „Ich werde zu einem Runden Tisch aufrufen“, sagt der Vereinsvorsitzende, dem Oberbürgermeister Stefan Schostok signalisiert hat, dabei zu vermitteln. Beobachter am Pferdeturm, die von einem „offenen Krieg“ sprechen, sind allerdings skeptisch, ob sich die Wogen nach der Gründung eines neuen Vereins namens „Pferdeturm Hunters“ überhaupt noch glätten lassen.

Vordergründig geht es um die Rechte an der Wort- und Bildmarke „Hannover Indians“, die derzeit bei einer Insolvenzverwalterin liegen und bis heute Gegenstand eines Bieterverfahrens sind. Der Standpunkt von Heinze ist klar: „Die Marke muss vor Insolvenzgefahr abgesichert sein und gehört zum Verein.“ Die Spielbetriebsgesellschaft, in der Stadionbetreiber Gerhard Griebler über die KMG-Network und Organisationsleiter Jan Roterberg (jeweils 37 Prozent) die Mehrheit haben, möchte stattdessen die Marke einem Treuhänder übergeben.

Der Stammverein, der 26 Prozent an der Spielbetriebsgesellschaft hält, sei Griebler und Roterberg „ein Dorn im Auge“, vermutet Heinze, der für die Marke ein Gebot des Vereins abgegeben hat. Wer außerdem mitbietet, ist die spannende Frage, denn ein Insider, der nicht namentlich genannt werden will, vermutet: „Man will den Verein loswerden und aus den Hunters die neuen Indians machen.“

Dass die Pferdeturm Hunters nicht nur in der Regionalliga spielen, sondern auch Nachwuchsarbeit betreiben wollen, ist für Heinze „ein offener Affront gegen den Verein“. Vorsitzender der Hunters ist Sven Heuer, am Pferdeturm gleichzeitig Eismeister.

Einen ersten Konflikt gibt es bereits: Zwischen Stadionbetreiber Griebler und dem Stammverein gibt es einen Vertrag, der die Eiszeiten regelt. „Herr Griebler hat einen neuen Belegungsplan gezaubert, in dem er den Hunters Eiszeiten zuweist, die eigentlich dem Verein gehören“, sagt Heinze. „Wir sind bereit, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Aber unsere Zeiten einfach durchstreichen lassen wir nicht.“

Erstmals nach 28 Jahren könnte sich das Team vom Bischofsholer Damm wieder für den DFB-Pokal qualifizieren. Eines dieser drei Teams müssen die Arminen im Landespokal-Halbfinale besiegen: VfL Osnabrück, Lüneburger SK Hansa oder BSV Rehden.

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