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Sportmix Von Pionieren und Pechvögeln
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20:41 20.02.2017
Fünfmal Gold: Biathletin Laura Dahlmeier war bei der WM (fast) nicht zu schlagen. Quelle: Foto: imago
Hochfilzen

Laura Dahlmeier überstrahlte alle(s) bei der Biathlon-WM. „Ich hatte positive Erinnerungen an Hochfilzen, ich habe mich schon auf die WM gefreut“, begründete die 23-Jährige ihren durchschlagenden Erfolg. Doch es gab auch Pannen und Pechvögel. Die Gewinner und Verlierer der Titelkämpfe in Tirol.

Gewinner

Die Königin: Laura Dahlmeier trägt sich in die Geschichtsbücher ein. Als erste Biathletin gewann sie bei einer WM fünfmal Gold. Sie ist die erfolgreichste Deutsche bei einer WM. Für Schrecken sorgte Dahlmeier mit ihren beiden Schwächeanfallen nach dem Einzel- und Staffelsieg. Aber auch das konnte die Partenkirchnerin nicht stoppen.

Das erfolgreichste Ehepaar: Nur viereinhalb Monate nach der Geburt von Töchterchen Xenia holte die Weißrussin Darja Domratschewa Silber in der Verfolgung. Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen, seit letztem Sommer mit der dreimaligen Olympiasiegerin verheiratet, machte wenige Stunden später das Familienglück perfekt. Der 43-jährige Norweger gewann im Jagdrennen Bronze.

Die Pioniere: Vor einem Jahr wollte Lowell Bailey schon aufhören und Bisons züchten. Jetzt ist der Amerikaner mit 35 Jahren Weltmeister im Einzel – und somit der erste Goldmedaillengewinner seines Landes überhaupt. Im Massenstart der Frauen überraschte auch Teamkollegin Susan Dunklee. Die 31-Jährige gewann Silber hinter Laura Dahlmeier – die erste WM-Medaille einer US-Amerikanerin.

Verlierer

Die Panne: Bei der Siegerehrung der Männer-Staffel wurde für Sieger Russland die falsche Nationalhymne gespielt. Statt der im Jahr 2000 von Wladimir Putin eingeführten Hymne der Russischen Föderation erklang die von 1991 bis 2000 gültige Jelzin-Hymne. Alexej Wolkow, Maxim Zwetkow, Anton Babikow und Anton Schipulin schauten völlig konsterniert, ehe der in Russland sehr bekannte Moderator Dimitri Guberniew dem Zeremoniensprecher das Mikrofon entriss und die korrekte Hymne anstimmte.

Der Eklat: Bei der Siegerehrung der Mixed-Staffel verweigerten die drittplatzierten Russen Anton Schipulin und Alexander Loginow Frankreichs Star Martin Fourcade den Handschlag. Der klatschte höhnisch Beifall, sprang vom Podium. Bei der Pressekonferenz lieferten sich Fourcade und Schipulin ein Wortgefecht, für die Sieger interessierte sich keiner. Fourcade hatte den Einsatz des wieder startberechtigten Dopingsünders Loginow scharf kritisiert. Später folgte die Versöhnung per Handschlag vor den Kameras.

Der Pechvogel: Die erst 21-jährige Julia Schwaiger sorgte ausgerechnet vor heimischer Kulisse mit einem Fauxpas für die Disqualifikation der österreichischen Frauen-Staffel. Weil sie im Liegendschießen statt der erlaubten drei Nachladepatronen vier benutzte, konnten die Gastgeberinnen das Rennen nicht zu Ende laufen.

Der Enttäuschte: Norwegens Olympiasieger Emil Hegle Svendsen wollte seinen Erzrivalen Martin Fourcade vom Thron stoßen. Aber es wurde die schlechteste WM seiner Karriere. Svendsen kollabierte nach dem Sprint als 36., die Verfolgung ließ er aus. Auch im Einzel enttäuschte er als 27., in der Staffel reichte es nur zu Rang acht. Im Massenstart wurde der 31-Jährige als 28. – Drittletzter.

Von Sandra Degenhardt

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