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Sportmix Waspo 98 punktet in hartem Spitzenspiel
Sportbuzzer Sportmix Waspo 98 punktet in hartem Spitzenspiel
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18:17 07.12.2014
Der Hannoveraner Andreas Schlotterbeck (M.) lässt sich vom Spandauer Moritz Oeler (links) nicht bremsen. Quelle: Nigel Treblin
Hannover

Drei Minuten vor dem Abpfiff wollte Andreas Schlotterbeck ganz sicher gehen. Nach vielen handfesten Duellen im Topspiel der Wasserball-Bundesliga beharkte sich der Nationalspieler von Waspo 98 Hannover nun auch verbal mit seinen früheren Kollegen von Meister Wasserfreunde Spandau 04, namentlich mit deren Kapitän Marko Stamm. Im Nu waren fast alle Spieler im Becken, es kam sozusagen zu einer Schwarmbildung.

„Ich wollte, dass die Jungs noch mal alles aus sich herausholen. Und ich weiß, wie ich sie dazu pieken muss“, sagte Schlotterbeck trocken. Den letzten Stich nach diesem Gerangel, das letztlich harmlos blieb, machten die Hausherren, Marko Bolovic glich in der Schlussminute zum Endstand von 5:5 (1:2, 1:1, 1:1, 2:1) aus. „Wir hatten das Spiel in der Hand, unendlich viele Chancen und haben das Remis mehr als verdient“, sagte Waspo-98-Trainer Karsten Seehafer.

Vor rund 300 Zuschauern im Stadionbad startete sein Team nervös und vergab beste Gelegenheiten. Erik Bukowski verkürzte auf 1:2, der Wasserballer des Jahres hatte aber keinen guten Tag erwischt – er vergab sogar einen Strafwurf. Die Abwehrspezialisten waren indes wieder mit allen Wassern gewaschen, in erster Linie Pedrag Jokic. Er dichtete das Tor als Centerverteidiger fehlerlos ab und avancierte mit seinen Treffern zum 3:3 und 4:5 zum überragenden Mann neben Torwart Roger Kong, der wie Spandaus Laszlo Baksa kaum zu bezwingen war. „Was Pedrag gespielt hat, ist absolut sensationell“, attestierte Waspo-98-Vorsitzender Bernd Seidensticker.

Des Weckrufs von Schlotterbeck, der zum 2:3 getroffen hatte, hätte es wohl nicht bedurft. Das Duell der Titelaspiranten wurde ohnehin hart und emotional geführt. Es gab 22 Strafen, davon 13 gegen die Spandauer, deren Moritz Oeler nach einem Zweikampf mit Waspo-98-Kapitän Ingo Pickert mit Trommelfellriss aus dem Wasser musste. Hagen Stamm, dem Präsidenten der Berliner, platzte nicht zuletzt deshalb nach Abpfiff fast der Kragen. „Wer seine Überzahlchancen – auch wenn es in Relation nur wenige waren – nicht nutzt, darf sich über einen Punktverlust nicht beschweren“, sagte der frühere Bundestrainer.

Die White Sharks Hannover gewannen bei der SG Neukölln mit 12:11 (2:2,  4:5, 2:3, 4:1). Im finalen Überzahl-Angriff erzielte Marek Molnar drei Sekunden vor dem Abpfiff sein viertes Tor. „Wir waren unter dem Strich besser“, sagte Vorsitzender Jörg Deike und räumte ein: „Wir bekamen nach gutem Beginn einige blöde Tore.“ Erst in der Schlussphase hatten die Gäste wieder Oberwasser.

Weitere Sharks-Treffer: Lukas Deike, Igor Cagalinec (je 3), Jonas Reinhart und Leon Eilermann.

In der Hauptrunde B schlug die SpV  Laatzen den SC Wedding mit 14:13 (3:3, 4:4, 4:3, 3:3). Alexander Bracke wurde am Tag seiner Hochzeit zum Mann der Partie gewählt, er traf dreifach. Kapitän Tobias Müller brachte es auf vier Treffer.

Weitere SpVg-Tore:  Jobst Lange (3), Jens Möller (2), Janek Brinkmann und Michael Hahn.

Die Bundesliga-Frauen von Waspo 98 besiegten den ETV Hamburg mit 10:7 (4:2, 2:1, 2:2, 2:2). Spielführerin Carmen Gelse war viermal erfolgreich. Denise Wiens, eine gelernte Feldspielerin, stand für die an der Schulter verletzte Jana Lueg im Tor.

Weitere Waspo-98-Treffer: Alena Paland (2), Birthe Thiele, Maren Kehe, Bianca und Sabrina Eckhardt.

Von Stefan Dinse

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