Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Abschied und Neubeginn

Kolumne Abschied und Neubeginn

Der Blick in den Jahreskalender macht es deutlich: Der Sommer, der witterungsmäßig gesehen eigentlich keiner war, hat sich längst verabschiedet.

Fritz Wehling

Der Herbst ist da. Der nahende Jahreswechsel mit dem Winter kündigt sich an. Doch die vergangene Woche war von einer Phase gleichmäßiger Witterung gekennzeichnet. Ein stabiles Hochdruckgebiet bescherte uns warme Temperaturen und trockenes Wetter, das für die zahlreichen Regengüsse der vergangenen Wochen ein wenig entschädigte. Eben ein typischer Altweibersommer. Laubfall und -färbung wurden intensiviert. Der Herbst mit seiner vielfältigen und faszinierenden Farbenpracht in Wald, Flur und Garten sowie seinen typischen Düften verwöhnt die Sinne. Das reizvoll gefärbte Laub raschelt beim Waldspaziergang geheimnisvoll unter den Schuhen. Diese attraktive Übergangszeit beinhaltet fast etwas Magisches. Wenn wir die im Wandel befindliche Natur beobachten, drängt sich der Eindruck auf, als ginge alles etwas langsamer. Die Tage werden deutlich kürzer. Die jetzt auf uns zukommende „dunkle“ Jahreszeit, insbesondere der graue Monat November ist aber kein Grund, um Trübsal zu blasen.

 Eines ist gewiss: Die Natur besitzt ihren festen, sich immer wiederholenden Zyklus. Im Frühjahr erwachen Fauna und Flora wieder, die Sonne erstrahlt mit zunehmender Kraft. Und wenn wir uns im Gleichgewicht – körperlich und seelisch – befinden, können auch wir uns gezielt auf die gegenwärtige Jahreszeit einstellen und andere liebenswerte Dinge genießen. Hermann Hesse hat in seinem sehr schönen, tiefsinnigen Gedicht „Stufen“ folgendes ausgedrückt: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Wie wahr!

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z