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Landkreis / Halloween Happy Horror

Horror und Grauen sind programmiert: Am 31. Oktober ist Halloween, der Tag, an dem die Menschen essbare Fußnägel kauen, Blutcocktails trinken und als Sensemann, Vampir und Hexe verkleidet durch die Straßen laufen.

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Von Kirsten Elschner. In Deutschland etabliert sich das Grusel-Fest mit Kostümpartys und schaurigen Dekoartikeln von Jahr zu Jahr mehr – für manchen Halloween-Muffel schon viel zu viel, im Vergleich zum schaurigen Spektakel in Amerika aber überhaupt kein Vergleich. Scott Wittenberg weiß das aus eigener Erfahrung. Der gebürtige Amerikaner hat 30 Jahre in den USA gelebt und ist vor 20 Jahren nach Schaumburg gezogen.

 Heute lebt er mit seiner Familie in Beckedorf. Ab und zu zieht es ihn an Halloween aber immer noch zurück in seine Heimat, die sich an Halloween in eine Hochburg des Horrors verwandelt. Ursprünglich läutete Halloween die Feierlichkeiten zu Allerheiligen ein – vom 31. Oktober auf den 1. November. Die Volksbräuche waren anfangs vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer brachten diese Bräuche nach Amerika, wo Halloween heute fest im Kalender verankert ist.

Halloween in den USA: „Das ist eine ganz andere Nummer“, sagt Wittenberg. „Ein bisschen wie Karneval in Köln“ – da könnten viele Schaumburger auch nichts mit anfangen. Die Hemmschwelle, in gruselige und komische Kostüme zu schlüpfen und einfach mal albern zu sein, sei bei den Amerikanern wesentlich niedriger als bei den Deutschen. „In den USA ist Verkleiden nicht peinlich“, in Deutschland hingegen werde man schon komisch angeschaut, wenn man an Weihnachten eine rote Zipfelmütze trage. In seiner Heimat gehen auch Erwachsene an Halloween im Kostüm ins Restaurant und sogar ins Büro – ohne, dass sich jemand wundern würde, es sei eben akzeptiert. „Das würde hier wohl niemand machen“.

 Zum einen, glaubt Wittenberg, passt das ins Gesamtbild der deutschen Kultur – vieles sei hier eben etwas ernster. „Dabei kann man doch auch Verantwortung und trotzdem einen komischen Hut tragen“, sagt er schmunzelnd. Zum anderen mache es einen Unterschied, ob man von klein auf mit dem Grusel-Fest aufwächst.

 Dieses Jahr verbringt Wittenberg Halloween ohne großen Grusel-Faktor zu Hause in Beckedorf. Vergangenes Jahr war er mit seinem Kindern mittendrin in der amerikanischen Horrorshow. „Das ist eine ganz große Geschichte. Es gibt riesige Geschäfte, die nur Halloweenartikel verkaufen“ und in der Stadt feiern die Leute in den verrücktesten Kostümen. Sogar Hunde tragen Sonnenbrillen oder Verkleidungen. „Alle betreiben schon Wochen vorher einen riesigen Aufwand und geben sich richtig viel Mühe mit ihren Kostümen“ – ähnlich, wie sich die Deutschen mit Dirndl- und Lederhosenshopping schon Wochen vorher auf das Oktoberfest vorbereiteten.

 Auch die Häuser bleiben nicht verschont und dabei gehe es oftmals weit über die Kürbisfratze vor der Tür hinaus. Während an Weihnachten der Wettbewerb um die meisten Lichterketten herrscht, geht es an Halloween darum, seinen vier Wänden nach Außen eine möglichst düstere Erscheinung zu verpassen.

Dass Halloween auch in Deutschland so langsam zum Trend wird, freut den gebürtigen Amerikaner, auch wenn alles im viel kleineren Stil stattfindet. Für den Fall, dass aber doch einige Kinder an diesem Tag bei Familie Wittenberg klingeln und dem Brauch entsprechend nach „Süßem oder Sauren“ fragen, ist die Familie vorbereitet. „Meine Frau hat schon Süßigkeiten besorgt.“

 Wie Halloween nachDeutschland kam: 1991 fiel wegen des ersten Golfkriegs in Deutschland der Karneval aus. Die Hersteller von Faschingsartikeln blieben daher auf ihren Artikeln sitzen. Aus dieser Not heraus wurde die Idee geboren, Halloween nach Deutschland zu „importieren“, um zwei Absatzmöglichkeiten im Jahr für Kostüme und Co. zu schaffen. 1994 hat die Fachgruppe Karneval der deutschen Spielwarenindustrie ihre Halloween-Kampagne begonnen. In den folgenden 20 Jahren hat sich der Halloween-Trend in Deutschland immer weiter durchgesetzt.

Sag niemals „Nein“

Spiel-Tipp für die Halloweenparty: Jeder Gast bekommt beim Eintreffen einen Wächter-Stein um den Hals gehängt, um vor der „Seele der Dunkelheit” geschützt zu sein. Der Gastgeber hat am Anfang alle Steine. Mitspieler können einen Stein von einem anderen Mitspieler oder vom Gastgeber selbst erhalten, indem sie ihn dazu bringen, das Wort „Nein” zu sagen. Wenn ein Gast oder der Gastgeber das Wort trotzdem sagt, muss er einen Stein abgeben, zum Altar der Dunkelheit gehen und eine Kerze anzünden, und „um Schutz beten”.

Solange ein Spieler nicht mehr als einen Stein besitzt, muss er sich bemühen, einen weiteren zu ergattern. Je mehr Steine ein Spieler besitzt, desto größer ist der Schutz. Einer der Spieler trägt einen „Schwarzen Kristall”, den mächtigsten Stein des Bösen mit dem höchsten Rang. Wenn ein Spieler diesen Stein besitzt, ist er die „Seele der Dunkelheit”. Sein einziges Ziel ist es, ungeschützte Seelen zu treffen, die keinen Wächter-Stein haben. Wenn dieser eine ungeschützte Seele berührt, kann diese keine Steine mehr erhalten und ist vom Spiel ausgeschlossen. Wenn ein Spieler den schwarzen Kristall von seinem Besitzer erhält, indem er diesen dazu bringt, das Wort „Nein” zu sagen, tauschen diese ihre Rollen und Steine. Der Spieler, der den Kristall verliert, muss eine Kerze anzünden und weiterspielen. Der Spieler, der den schwarzen Kristall besitzt, wenn das Spiel endet, wird große „Opfergaben“ erhalten. Tipp: Für den Altar der Dunkelheit kann man Teelichter in Gläsern zusammenstellen. Als Steine eignen sich Perlen.

Quelle: www.halloweenies.de/party-tipps

Süßes oder Saures!

Wer klingelt denn da? Dass Kinderscharen an den Haustüren klingeln, singen und dann ihre Tüten aufhalten, kennt man in Schaumburg eigentlich nur vom Sankt-Martins-Tag. Halloween hat den Kindern seit einigen Jahren allerdings noch eine weitere Süßigkeiten-Einnahmequelle bescherrt. So können die Jüngsten gleich doppelt absahnen, bevor sich an Nikolaus die Stiefel wieder mit Naschereien füllen.

Mittlerweile ist der Trend auch nach Deutschland geschwappt. Am 31. Oktober ziehen immer mehr kleine verkleidete Zombies und andere zum Teil blutverschmierte Schreckgestalten von Haus zu Haus, erschrecken die Nachbarn und schreien „Trick or Treat“, was auf Deutsch bedeutet: „Süßes, sonst gibt`s Saures!“. Keine aufwendigen Lieder von St. Martin und dessen Ross, sondern die klare Aufforderung für die Hausbewohner, den Süßigkeitenvorrat aus dem Schrank zu holen.

Schaurig-schöne Partys

„Minchen“ in Bückeburg:  Eine Woche lang wird es gruselig im „Minchen“. Vom 25. bis 31. Oktober soll dort Schaumburgs größte Halloween-Party steigen. Auf der Speisekarte stehen „blutige Finger“ und 36 Grad warme „Blutproben“. Höhepunkt ist die Kostümparty am Sonnabend, 26. Oktober, mit Livemusik von den „Nice Guys“. Drakula, Zombies und andere Schauergestalten sind eingeladen, den alten Ostbahnhof zu rocken.

Hallenbad Bückeburg: Das Wasser im Hallenbad verfärbt sich am Mittwoch, 30. Oktober, blutrot. Von 17 bis 19 Uhr lädt das Bad zur Halloweenparty ein. Gruselige Gestalten werden ihr Unwesen treiben, Lichteffekte, Spinnennetze und passende Geräusche sorgen für ein schaurig-schönes Badeerlebnis. Im Bistro gibt es „abgehackte Finger“, die Rutsche wird zur Blutbahn.

„Schraub-Bar“ Bückeburg: Die Halloween-Week in der Schraub-Bar hat von Dienstag bis Donnerstag, 29. bis 31. Oktober, ab 20 Uhr schaurig-schöne Spezialangebote auf Lager. Die Horror-Woche schließt am Freitag, 1. November, mit einer „Halloween Horror Rock Party“ ab. Ab 20 Uhr gibt es Musik von „The Herperoidz“, „White Smokes“ und „Tomorrow Sleeps live“.

Anno Stadthagen: In der mittelalterlichen Kneipe in der Stadthäger Innenstadt ist „Halloween-Zappeln“ angesagt und zwar Sonnabend, 2. November.

Horror Klinik Kalletal: Am Donnerstag, 31. Oktober, ab 20 Uhr eröffnet im Kalletal die „Horror Klinik“. Die Dekoration sowie das Personal sind entsprechend des Partymottos geschmückt. Musikalische Untermalung folgt durch Soundtracks beliebter Horrorstreifen. Das abgefahrenste Kostüm erhält einen Verzehrgutschein. Wo steigt die Party? B 238 (Schneckenhaus), Weinbergweg 1, im Kalletal.

„Café Extrablatt“ Minden: Zur großen Halloween-Sause am Donnerstag, 31. Oktober, lädt das „Café Exrablatt“. Es gibt Partymusik von „DJ Kid Vincent“. Los geht’s um 20 Uhr.

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