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Neues Spezial-Dreirad dringend benötigt

SN-Weihnachtshilfe Neues Spezial-Dreirad dringend benötigt

Der Schicksalsschlag kam, als Herbert F. sieben Jahre alt war. Auf dem Schulweg geriet der Junge unter einen Lastwagen. Er hatte das Glück zu überleben. Ein abgerissenes Ohr konnten Ärzte wieder annähen, ein gebrochenes Schlüsselbein und schwere Beinverletzungen heilten einigermaßen.

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Nur noch Schrottwert hat das Spezial-Dreirad, auf das Herbert F. hier steigt.

Quelle: rg

Was jedoch dauerhaft blieb, waren erhebliche Störungen seines Gleichgewichtssinns. In jungen Jahren, zum Beispiel als das Radfahren nicht klappen wollte, blieben diese unbehandelt: „Der ist dafür einfach zu doof“, habe es ringsum damals geheißen, erzählt der heutige Mittfünfziger.
Herbert F. wurde Bäcker. Er konnte seinen Beruf aber nur bis zum 30. Lebensjahr ausüben. Dann machten dem mehr als zwei Meter großen Mann die Gleichgewichtsstörungen und immense Rückenprobleme zu schaffen. Erstmals attestierte ihm ein Neurologe, dass es sich bei alldem um gravierende Folgen des Unfalls handelt. Grundsätzlich zu reparieren waren und sind diese nicht mehr.
Die Beschwerden und eine beginnende Diabetes wurden im Laufe der Zeit so stark, dass Herbert F. vor acht Jahren schließlich seine Erwerbsunfähigkeit akzeptieren musste. Für den Mann, der Aktivität generell und seinen Beruf im besonderen sehr liebt, war das ein schwerer Schlag.
Ähnlich gepeinigt von gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist auch seine etwas ältere Ehefrau Hildegard. Diese leidet ebenfalls unter schweren orthopädischen Schäden und unter einem so genannten „chronischen Verwachsungssyndrom“, das für permanente Probleme bei Narben sorgt.
Das Ehepaar lebt in einem kleinen Dorf im Schaumburger Land seit Jahren von geringen Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeitsrenten, aufgestockt durch ergänzende „Hartz IV“-Zahlungen. Dieses Kleinsteinkommen reicht für das im Alltag Nötigste der in einer kleinen Mietwohnung Lebenden gerade so hin.
Akute Probleme gibt es aber mit der Mobilität. Für ein Auto „reicht es finanziell hinten und vorne nicht“, sagt Herbert F. Aufgrund seiner Gleichgewichtsstörung ist Herbert F. zur Fortbewegung auf ein spezielles Dreirad angewiesen. Ein solches hat er vor zwölf Jahren von der Krankenkasse finanziert bekommen, doch als Folge eines Diebstahls ist es mittlerweile irreparabel unbrauchbar.
Inzwischen zahlen die Kassen ein deratiges Hilfsmittel aber nur noch für Patienten bis zum 16. Lebensjahr, wie Herbert F.s Sozialberater vom Diakonischen Werk berichtet. Das mache den Dorfbewohner zu einem Fall für die „Weihnachtshilfe“. Denn für Besorgungen, Arztbesuche und sonstige Teilhabe am Leben sei er darauf angewiesen, in benachbarte Kleinstädte zu kommen. So zwischen 2000 und 2500 Euro kostet ein neues Spezial-Dreirad – ein Betrag, der für Herbert F. nur durch Spendenuntertützung leistbar ist.  ssr

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